Verschiedene Maßnahmen zum umfassenden Schutz

Bild 3. Elektroauto als Energiespeicher (Quelle: Phoenix Contact)

Bild 4. Sicherer Entwicklungsprozess nach IEC 62443-4-1 als Basis für sichere Komponenten (Quelle: Phoenix Contact)
Security-Maßnahmen müssen passend ineinandergreifen. Es ist zwingend notwendig, dass die genutzten Komponenten ein angemessenes Security-Niveau haben, damit sie Angriffe abwehren können. Komponenten, die nach dem sicheren Prozess gemäß der IEC 62443-4-1 entwickelt wurden, weisen ein hohes Sicherheitslevel auf. Sie folgen dem Security-by-Design-Prinzip von der Bedrohungsanalyse über den Entwurf und die Umsetzung bis zum Security-Test. Andere Teile der IEC 62443 betrachten das sichere Zusammenwirken der Komponenten im System (Teil 3-3) und dessen Integration (Teil 2-4). Die genannten Konzepte der internationalen Norm sollten bei der Ausgestaltung zentraler und dezentraler Systeme verwendet werden, um die Security in der Fläche realisieren zu können (Bild 4).
Ebenso muss die Kommunikation, mit der die Energieflüsse koordiniert werden, abgesichert erfolgen. Ein derartiger Schutz hat sicherzustellen, dass sich die Kommunikationspartner korrekt identifizieren lassen. Dies könnte zum Beispiel über elektronische Zertifikate geschehen, deren Schlüssel in sicheren Speichern abgelegt sind. Zudem ist dafür zu sorgen, dass die Datenübertragung nicht verfälscht werden kann, folglich mit kryptografischen Prüfsummen gesichert wird.
Fazit
Im Rahmen der Energiewende kommen immer mehr regenerative Erzeuger zum Einsatz. Egal, ob es sich um zentrale oder dezentrale Lösungen handelt: Die Absicherung der Kommunikation vor unerlaubten Zugriffen ist in jedem Fall erforderlich. Zu diesem Zweck sollten gemäß der internationalen Norm IEC 62443 zertifizierte Komponenten, Systeme und Integrationsprozesse genutzt werden. Phoenix Contact bietet diese an.
Literatur
[1] Umweltbundesamt. Erneuerbare Energien in Zahlen. umweltbundesamt.de
[2] Umweltbundesamt. Energieverbrauch nach Energieträgern und Sektoren. umweltbundesamt.de
[3] Wirtschaftswoche. Brutto ein Vulkan, netto ein Wasserkocher. wiwo.de
[4] Edison. Vehicle-to-Grid: Wie ein Elektroauto das Stromnetz stabilisiert. edison.media
Infokasten: 360-Grad-Security
Phoenix Contact unterstützt die smarte Vernetzung und Sektorenkopplung durch die Bereitstellung sicherer Komponenten und Lösungskonzepte. Aufgrund der vom Tüv Süd zertifizierten Umsetzung des sicheren Entwicklungsprozesses gemäß IEC 63443-4-1 ist eine hohe Security-Qualität der so entwickelten Komponenten sichergestellt. Außerdem steht das Blomberger Unternehmen seinen Integrationspartnern mit der ebenfalls zertifizierten Security-Kompetenz zur Seite, sichere Systeme nach IEC 62443-3-3 zu gestalten.
Bei den PLCnext Controls des offenen Ecosystems PLCnext Technology handelt es sich um gemäß IEC 62443-4-2 zertifizierte Industriesteuerungen, die als zentrale Komponente die sichere Realisierung von Automatisierungsprojekten auch im Umfeld der All Electric Society ermöglichen. Mit dem Konzept der umfassenden 360-Grad-Security aus Komponenten, Lösungen und Dienstleistungen erweist sich Phoenix Contact daher als kompetenter Partner für eine wirkungsvolle Security.
Klimaneutrale Energieversorgung
Das Konzept der All Electric Society (AES) beschreibt eine Welt, die ihren Energiebedarf nur noch aus erneuerbaren Energien deckt, und in der elektrischer Strom der zentrale Energieträger ist. AES basiert auf einer umfassenden Kopplung der Sektoren Industrie, Energie, Mobilität, Infrastruktur und Gebäude. Die Kopplung entsteht durch eine physische und datentechnische Vernetzung der bestehenden weltweiten Infrastruktur. Eine dadurch mögliche holistische Betrachtung der Bereiche schafft Energieeffizienz durch Verbrauchsoptimierung. Der Einsatz elektrischer Energie als Grundlage zur Erzeugung synthetischer Brennstoffe spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Damit wird eine klimaneutrale Energieversorgung und -nutzung in absehbarer Zeit machbar.