„New work order“ in Corona-Zeiten

Unsere Branche, die Fernwärme, scheint stabil gegenüber großen Umsatzeinbrüchen zu sein. Wir haben enormes Glück, dass wir in einem Bereich arbeiten, der nicht konjunkturellen Schwankungen ausgesetzt ist, sondern langfristige Planung von Investitionen erfordert und als Teil einer konjunkturellen Belebung gesehen werden könnte. Umso deutlicher wird, dass vor allem das Arbeitsumfeld und das persönliche Miteinander betroffen sind.

Wer seinen Mitarbeitern nicht aus der Not, sondern aus der Unternehmenskultur heraus Homeoffice anbietet und flexible Arbeitszeitmodelle möglich macht, einschließlich Teilzeit-Optionen, hat einen großen Wettbewerbsvorteil, wenn es zu solch einer Krise kommt. Ich bin persönlich davon überzeugt und kann es auch an objektiven Kennzahlen belegen, dass Mitarbeiter in dieser Umgebung sowohl zufrieden als auch motiviert arbeiten und deshalb gesund bleiben.

Zusätzlich können wir jedoch die Situation nutzen und Gepflogenheiten wie „weil wir das schon immer so machen“ in Frage stellen. Als Branche, die sich der Energieeffizienz verpflichtet und den Effizienzgedanken als Teil der DNA verinnerlicht hat, steht es uns gut, wenn wir auch in anderen Bereichen Ressourcen schonen und vermeidbare Reisen und Vorort-Besprechungen auch zukünftig hinterfragen. Dazu gehören für mich viele interne Sitzungen oder auch Baubesprechungen, die per Telefon- oder Videokonferenz umsetzbar sind. Vor allem jetzt sollte man jedoch nicht außer Acht lassen, dass der persönliche Austausch zwischen Menschen und das Treffen von Angesicht zu Angesicht nicht nur Teil unserer Kultur, sondern auch notwendig für gute Kommunikation und Kooperationen sind. Das ist keine neue Erkenntnis, aber bedeutsamer denn je.

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Tobias Langer Geschäftsführer Logstor Deutschland GmbH, Hamburg Vice President Region South-West Europe