Einer der größten Batteriespeicher ist in Alfeld (Leine) an das Hochspannungsnetz von Avacon angeschlossen worden (Bildquelle: Avacon)
Grundlage dafür sind laut Avacon die leistungsfähige Infrastruktur des Umspannwerks Godenau bei Alfeld und ein eigens entwickeltes Anschlusskonzept. Über eine grundstücksübergreifende Rohrsammelschiene wird das für den Großbatteriespeicher errichtete Umspannwerk des Betreibers, der Scale Alfeld GmbH & Co. KG, mit dem bestehenden Avacon-Umspannwerk verbunden.
Welchen Beitrag Speicher für das Stromnetz leisten, hängt jedoch wesentlich von ihrem Standort und ihrer Betriebsweise ab. Entscheidend ist daher, Speicher so in das Energiesystem zu integrieren, dass ihr Einsatz möglichst mit den Anforderungen des Netzes im Einklang steht.
Speicher vorausschauend in die Netzplanung einbeziehen
Frank Schwermer, Geschäftsführer der Avacon Netz, sagt dazu: "In der zweiten Halbzeit der Energiewende müssen wir Erzeugung, Verbrauch und Netzausbau deutlich besser aufeinander abstimmen. Großbatteriespeicher können dabei zusätzliche Flexibilität bereitstellen. Für uns kommt es deshalb darauf an, Speicher vorausschauend in die Netzplanung einzubeziehen und technisch tragfähige Lösungen für ihren Anschluss zu entwickeln. Alfeld zeigt zugleich, wie ein anspruchsvoller Netzanschluss durch frühzeitige, pragmatische und partnerschaftliche Zusammenarbeit gelingen kann."
Christian Meyer, niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz, der bei der Einweihung anwesend war, sagte: "Für das Gelingen der Energiewende ist der Aufbau einer leistungsstarken Batteriespeicherinfrastruktur notwendig. Der neue Speicher in Alfeld zeigt beispielhaft, welche Bedeutung Großbatteriespeicher künftig für ein klimaneutrales Energiesystem haben können."