Eco Stor feiert mit dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsminister Claus Ruhe Madsen, Tennet, Gemeinde und Projektpartnern den Beginn der technischen Inbetriebnahme (Bildquelle: Eco Stor)
Die seit 2025 betriebene Anlage gilt als bundesweit beachtetes Referenzprojekt für netzdienlichen Speicherbetrieb: Ein gemeinsam mit dem Netzbetreiber entwickeltes Flexible Connection Agreement (FCA) verbindet dort die marktliche Fahrweise mit den Anforderungen des lokalen Stromnetzes.
Die Betreiber profitieren von den technischen und betrieblichen Erfahrungen mit der baugleichen Anlage in Bollingstedt. Die neue Anlage folgt jedoch eigenen, auf den Standort und die örtliche Netzsituation zugeschnittenen Betriebsbedingungen. In Abstimmung mit dem Übertragungsnetzbetreiber Tennet und SH Netz hat Eco Stor dafür nach eigenen Angaben ein Betriebskonzept mit klar definierten netzneutralen Leitplanken entwickelt. Diese begrenzen die Einspeisung des Speichers in Situationen, in denen das lokale Netz bereits stark ausgelastet ist. Der Speicher fährt dem Engpass damit aus dem Weg, statt ihn zusätzlich zu verstärken.
Preissignale nutzen
Gleichzeitig kann er marktliche Preissignale nutzen, um Strom aufzunehmen, wenn vor Ort viel erneuerbare Energie eingespeist wird. So kann vorhandene Netzkapazität effizienter genutzt und zusätzlicher Netzausbau für den Anschluss des Speichers vermieden oder begrenzt werden. Das schafft laut der beteiligten Unternehmen die Grundlage für einen wirtschaftlichen Betrieb, der zugleich Rücksicht auf die Anforderungen des lokalen Stromnetzes nimmt.
Für Eco Stor markiert die technische Inbetriebnahme den Übergang von der Errichtung der Anlage hin zu ihrer Integration in das Stromsystem. Seit dem Baustart im Frühjahr 2025 wurden am Standort die Batterie- und Wechselrichtereinheiten errichtet, die notwendige elektrische Infrastruktur aufgebaut und die Anlage an das Stromnetz angeschlossen.
Bereits im November 2025 hatte Eco Stor mit dem Schweizer Energieunternehmen Alpiq einen fünfjährigen Tolling-Vertrag für die Anlage geschlossen. Dieser sichert Eco Stor planbare kommerzielle Einnahmen, während Alpiq die Speicherkapazität für Netzstabilisierungsdienste sowie für den Handel an den Spot- und Intraday-Märkten optimiert.