Batteriespeicher in der Braunkohleregion NRW am Netz

Der Speicher stellt Regelenergie, Flexibilität für Preisvolatilitäten am Strommarkt und lokales Engpassmanagement im Verteilnetz zur Verfügung (Bildquelle: Voltfang)

Der Großspeicher mit einer Speicherkapazität von 20 MWh und einer Leistung von 9,5 MW ist direkt an das Mittelspannungsnetz des lokalen Verteilnetzbetreibers Regionetz angebunden. Neben der jährlichen Versorgung von über 2000 Haushalten übernimmt das System zentrale netzstabilisierende Funktionen. Dazu zählen die Bereitstellung von Regelenergie, Flexibilität für Preisvolatilitäten am Strommarkt und lokales Engpassmanagement im Verteilnetz.

Gemeinden profitieren unmittelbar

Durch die im "Jahressteuergesetz 2024" vorgesehene Regelung sollen 90 % der Gewerbesteuereinnahmen aus Energiespeicheranlagen bei der Standortkommune verbleiben. Diese zusätzlichen Gewerbesteuereinnahmen schaffen für die Kommune finanziellen Spielraum, der gezielt in soziale Einrichtungen andere Pflichtaufgaben reinvestiert werden kann. Gleichzeitig lassen sich damit auch Investitionen in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur vor Ort anstoßen oder kofinanzieren.

"Die Umsetzung von Projekten in dieser Größenordnung erfordert gute Planung, skalierbare Batteriekompetenz und solide Finanzierung. Gemeinsam mit Icecreek Energy, Regionetz und der Stadt Alsdorf haben wir gezeigt, dass Voltfang alle relevanten Akteure an einen Tisch bringen kann und damit einen messbaren Beitrag zur Energiewende leistet", so David Oudsandji, Mitgründer und CEO von Voltfang. 

Der Standort Alsdorf ist Teil einer größeren Strategie: Vier weitere Projekte von Voltfang sollen 2026 mit dem Bau beginnen. Für die Entwicklung, Finanzierung, Realisierung und den Betrieb weiterer systemdienlicher Großspeicher in Deutschland bestehe eine langfristige Partnerschaftsstruktur mit institutionellem Kapital, die Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe bis 2029 vorsieht, teilt das Unternehmen mit. Die Struktur ermögliche eine schnelle Replikation und Roll-out weiterer Standorte auf Basis identischer technischer Standards.  

SW&W-Redaktion

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