Die neue Anlage reduziert die CO₂-Emissionen der Käserei um rund 90 % (Bildquelle: Altmark-Käserei Uelzena GmbH)
Die Anlage arbeitet nach dem Prinzip der intelligenten Abwärmenutzung: Vier Kolbenverdichter erzeugen die benötigte Kälte, während die dabei entstehende Prozesswärme direkt über die Wärmepumpen für die Warmwassererzeugung genutzt wird. Das Ergebnis: Rund 95 % weniger Erdgasverbrauch und eine Reduktion der CO₂-Emissionen um rund 69 %.
Das innovative Anlagenkonzept ermöglicht der Altmark-Käserei nicht nur eine Einsparung von rund 6000 t CO₂ pro Jahr – was einer Reduktion von etwa 90 % entspricht – sondern erhöht auch die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens. Denn durch die neuen Anlagen kann die Erzeugung von Wärme und Kälte flexibel am Bedarf und an den Marktpreisen ausgerichtet werden.
Planung, Errichtung, Finanzierung und Betrieb durch MVV Enamic
Nach der gemeinsamen Planung mit der Altmark-Käserei übernimmt die MVV Enamic die Errichtung und Finanzierung der Anlagen sowie deren Betrieb und damit auch das Energiemanagement über die Vertragslaufzeit von zwölf Jahren. Die Altmark-Käserei profitiert zudem von einer zuverlässigen und planbaren Energieversorgung. Das Projekt wird über das EEW-Programm (Bundesförderung für Energie- und Ressourceneffizienz in der Wirtschaft) gefördert. Die Inbetriebnahme der Anlagen ist für Ende 2027 geplant.
"Die neue Kälte- und Wärmelösung ist ein zentraler Baustein unserer Nachhaltigkeitsstrategie und stärkt gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit", erklärt Olaf Braumann, Geschäftsführer der Altmark-Käserei. "In Zusammenarbeit mit MVV Enamic haben wir ein Konzept entwickelt, das unsere Anforderungen an Energieeffizienz und Versorgungssicherheit erfüllt und langfristig wirtschaftliche Vorteile bietet."
Die Altmark-Käserei Uelzena produziert am Standort Bismark (Sachsen-Anhalt) mit rund 140 Mitarbeitenden foliengereiften Schnittkäse als Blockware sowie Deutsche Markenbutter und Bäckerbutter für Industrie, Handwerk sowie den Groß- und Einzelhandel.