Vermarktungsstart von deutschlandweitem Batteriespeichernetzwerk

Luftaufnahme mehrerer Batterien, die nun virtuell zu einem Speicher vernetzt sind (Bildquelle: Terralyr)

Mit dem Go‑Live wird die innovative Speicherkooperation erstmals praktisch wirksam: Vattenfall steuert die Speicherkapazität, beginnend mit einer ersten 5 MW Kapazitätstranche, die über Zeit auf die volle Leistung von 55 MW ausgebaut wird, und optimiert diese im Energiehandel. Die Besonderheit: Vattenfall greift dabei nicht manuell auf einzelne Speicher zu, sondern steuert acht über Deutschland verteilte Großbatterien digital und als virtuelles Speicherportfolio über die Flexibilitäts-Plattform Layr. Dieser Ansatz integriert kleinere Anlagen in großvolumige Vermarktungsmodelle. Gleichzeitig minimiert der Portfolio-Effekt das Ausfallrisiko: ist ein einzelner Speicher temporär nicht verfügbar, wird die Leistung durch andere Anlagen im Pool erbracht.

Pionierarbeit im Strommarkt

Terralayr bündelt das Portfolio über die eigene Flexibilitäts-Plattform Layr und stellt es bereits heute Dritten zur Verfügung: Speicherbesitzer erhalten Zugang zu gesicherten Einnahmen durch Energieunternehmen wie Vattenfall, während Unternehmen mit eigenen Trading Desks Layr als technische Infrastruktur nutzen, erläutert das Unternehmen. "Der Go-Live mit Vattenfall zeigt, dass Layr als Infrastruktur im Live-Betrieb zuverlässig funktioniert", sagt Philipp Man, Gründer und CEO von Terralayr. "Vattenfall liefert die Optimierung und gesicherte Einnahmen, wir liefern die digitale und physische Infrastruktur. Layr sorgt dafür, dass die Handelssignale im Portfolio sauber und in Echtzeit umgesetzt werden. Genau diese Trennung von Speicherbesitz und Bewirtschaftung macht Flexibilität skalierbar." Ziel ist es, das Speicher-Ökosystem in Deutschland schnell auszubauen, um die Dekarbonisierung des Stromnetzes voranzutreiben und die Abhängigkeit von fossilen Spitzenlastkraftwerken zu reduzieren, teilt das Unternehmen mit.

SW&W-Redaktion

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