Hohe Messgenauigkeit von 0,1 A bis 100 A

Drei ECM-Geräte in der Seitenansicht (Quelle: Phoenix Contact)

Konfiguration des Strommessumformers per Webbrowser (Quelle: Tero Vesalainen@Shutterstock.com/Phoenix Contact)
Im Vergleich zur Vorgängerfamilie bieten die ECM-Geräte einen deutlich größeren Messbereich. Abgesehen von den bisherigen Strommessbereichen 0…1 A AC/DC, 0…5 A AC/DC und 0…10 A AC/DC stellen die 10-A-Varianten nun einen zusätzlichen Kleinstrommessbereich von 0…100 mA zur Verfügung. Dieser Messbereich wird etwa verwendet, um den Strom von Kontroll- und Befeuerungs-LED genau zu erfassen. Die 10-A-Varianten können bei einer Stromänderung von wenigen mA sicher feststellen, ob eine der aktiven LED ausgeschaltet oder eine weitere LED angeschaltet worden ist. Dies lässt sich realisieren, weil der maximale Übertragungsfehler selbst in diesem kleinen Strommessbereich weniger als 0,5 % beträgt.
Der bis dato größte Strommessbereich der alten Baureihe wurde von 50 A AC/DC auf 100 A AC/DC vergrößert. Bei einer Gleichstrommessung bewegt sich der Standard-Strommessbereich zwischen -100 A DC und +100 A DC. Gerade bei regenerativen Energieerzeugungsanlagen – etwa Solar, Wind und Wasserkraft mit Energiespeichern – weisen die ECM-Geräte die Option auf, dass sie dem Betreiber mitteilen, wann er Energie aus externen Quellen bezieht oder seine selbst generierte Energie nutzt. Mit dieser Information lassen sich die Energieflüsse so optimieren, dass der Betreiber den Eigenanteil weiter steigert und auf diese Weise Energiekosten einspart.
Ferner sind die analogen ECM-Strommessumformer in der Lage, das Ausgangssignal auf einen beliebigen Strommessbereich anzupassen. Bei einem ausgewählten Strommessbereich von beispielsweise 0…10 A kann das definierte Ausgangssignal von 4…20 mA in vollem Umfang verwendet werden, obwohl der Messbereich im WBM-Menüpunkt »Einstellungen Analogausgang« auf den Bereich 3…7 A reduziert ist. Im konkreten Fall bedeutet dies bei einem Startwert von 3 A, dass am Ausgang 4 mA ausgegeben werden und bei einem Endwert von 7 A ein Ausgangssignal von 20 mA vorliegt. Diese Anpassung hat den Vorteil einer gleichbleibenden Signalauflösung trotz verkleinertem Messbereich.
Große Auswahl an Geräteeinstellungen
Im Webserver steht den Anwendern eine große Auswahl an Geräteeinstellmöglichkeiten zur Verfügung, zum Beispiel Einstellung des passenden Strommessbereichs
- Festlegung der zu messenden Stromart AC, DC oder TRMS
- Definition des analogen Ausgangssignals
- Bestimmung von Melde- und Schaltschwellen für das Über- und Unterschreiten von Stromwerten
- Schaltung von Geräten mit Relais an festgelegten Schaltschwellen oder Meldung per digitalem Meldekontakt
- Definition des Intervalls zur Mittelwertbildung des gemessenen Stroms
- Betriebsmittelkennzeichnung, indem eine aussagekräftige Bezeichnung des Gerätes und der Messstelle erfolgt
- Gerätepasswort, das durch den eingeschränkten Zugriff für mehr Sicherheit sorgt
- Optische Darstellung der gemessenen AC-, DC- und RMS-Anteile
- Optische Visualisierung der Strommittelwerte sowie der Minimal- und Maximalwerte.