Prognosen und eine zielführende Auswertung bilden die Grundlage

Abb. 6 Verbunden ist der Eis-Energiespeicher im Erdreich vor dem Gebäude 60 mit Viessmann-Wärmepumpen in der Technikzentrale

Abb. 6 Verbunden ist der Eis-Energiespeicher im Erdreich vor dem Gebäude 60 mit Viessmann-Wärmepumpen in der Technikzentrale(Quelle: Phoenix Contact)

Rund wird das gesamte Projekt, wenn in der Automatisierungsebene des Gebäudes über die Fertigung bis zur kompletten Liegenschaft außerdem Vorhersagen einfließen. Hierbei geht es um Daten aus der Produktionsplanung und dem Lastmanagement genauso wie um Wetterprognosen oder Preiserwartungen auf dem Energiemarkt. In einer Zeit, in der in Deutschland mit der Abkehr von Kohle- und Atomkraftwerken große Grundlasterzeuger wegfallen, „müssen wir mit Speichern arbeiten“, sagt Daniel Kloster. Ob eine Batterie im Container oder der Eis-Energiespeicher im Erdreich: Beide leisten ihren Beitrag, damit auf Angebot und Nachfrage wirtschaftlich reagiert werden kann. Darüber hinaus haben die Speicher den Charme, dass sie Lasten abpuffern, was am Ende des Tages die Stromnetze stabilisiert.

Diese Antworten auf sich verändernde Rahmenbedingungen seien für ihn nur eine Frage der Steuerung, die aufgrund der verknüpften Daten die richtigen Entscheidungen trifft, ob etwa Energie zugekauft wird, Speicher vorsorglich gefüllt oder leer gefahren werden oder möglicherweise auch Energie verkauft wird. „Es handelt sich darum, sich frühzeitig vorbereiten zu können. Dafür brauche ich Prognosen und eine zielführende Auswertung“, schließt Daniel Kloster.  

Das Einsatzbeispiel zeigt, dass Eis-Energiespeicher in Verbindung mit Wärmepumpen deutlich mehr können, als lediglich den Wärme- und Kältebedarf eines Gebäudes zu decken. Die Speichererweiterungen sind vielmehr ein wichtiges Element für eine umfassende Sektorenkopplung – thermisch wie elektrisch.

 

Thorsten Sienk, Fachredakteur für Nachhaltigkeit und Technologie, Phoenix Contact GmbH & Co. KG, Blomberg
www.phoenixcontact.com/AES

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