Entwicklung gemäß Security-by-Design-Kriterien

Abb. 3 Durch die Nutzung des zertifizierten Einspeisereglers kann der PV-Strom netzkonform eingespeist werden

Abb. 3 Durch die Nutzung des zertifizierten Einspeisereglers kann der PV-Strom netzkonform eingespeist werden (Quelle: Phoenix Contact)

In Deutschland müssen dezentrale Energieerzeugungsanlagen ab 135 kW, die in das öffentliche Stromnetz einspeisen wollen, einen gemäß VDE-AR-N 4110/4120 zertifizierten Einspeiseregler nutzen. Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der Kläranlage Kamen fällt unter diese Richtlinie. Um für eine hohe Netzstabilität zu sorgen, geben die zuständigen Netzbetreiber in ihren Netzanschlussbedingungen für PV-Anlagen die einzuhaltenden Bereiche für die Netzfrequenz und -spannung vor. Zur Kontrolle der Werte erfassen Regler für Energieer-zeugungsanlagen (EZA-Regler) am Netzanschlusspunkt die vorliegende Spannung und die Blindleistung.

Auf dieser Basis werden dann die jeweiligen Regelwerte für die Wechselrichter ermittelt. Der EZA-Regler von Phoenix Contact gehört zu den ersten auf dem deutschen Markt angebotenen Geräten, die über ein Zertifikat gemäß VDE-AR-N 4110/4120 verfügen. Der Regler setzt sich aus den PLCnext-Steuerungen AXC F 2152 oder AXC F 3152 als Hardware sowie der Software zusammen, welche die Regelfunktionen übernimmt. Die Software lässt sich einfach als App aus dem Online-Marktplatz PLCnext Store auf die SPS herunterladen (Abb. 3).

Die Steuerungen AXC F 2152/3152 wurden gemäß den Security-by-Design-Kriterien entwickelt. Die Entwicklungsprozesse sind dabei entsprechend der IEC 62443-4-1 zertifiziert. Als zusätzliche Security-Maßnahmen werden ein Trusted Platform Module (TPM), ein konfigurierbarer Linux-Kern sowie die Linux-Firewall verwendet. Hinzu kommt ein implementierter Crypto Store für Zertifikate und Schlüssel. Somit ist der EZA-Regler umfassend vor Cyber-Attacken geschützt.

Fazit

Die Schnittstellenanbindung der PV-Anlage zum Netzbetreiber, Energieversorger und Direktvermarkter sowie zu den Erzeugungseinheiten, Energiemessgeräten und Portalen wird projektspezifisch vom Energy Solution Partner realisiert. Aufgrund der offenen Software-Architektur des Ecosystems PLCnext Technology sowie der vorprogrammierten Funktionen hat Entegro das kundenspezifische System für die EGLV in der Kläranlage Kamen einfach umsetzen können.

 

Lösungen für Erneuerbare-Energien-Anlagen

„Es ist das Zukunftsbild der All Electric Society, in dem wir die großen Fragen unserer Zeit beantwortet sehen. Denn CO2-neutrale Energie wird der Schlüsselfaktor sein, um Klimaschutz und globalen Wohlstand miteinander zu vereinbaren. Bei dieser Entwicklung ist Phoenix Contact in vorderster Linie dabei – als Wegbereiter für seine Partner und Kunden“, so Frank Stührenberg, CEO von Phoenix Contact. Als Grundlage für die All Electric Society fungiert regenerativ erzeugte Energie, die ökonomisch und kosteneffizient im Überfluss zur Verfügung steht. Phoenix Contact bietet bereits seit Jahren zukunftsweisende Produkte, Lösungen und Dienstleistungen für entsprechende Erzeugungsanlagen an. Zertifizierte Einspeiseregler sind nur ein Beispiel dafür. Sie bringen Photovoltaikanlagen schneller ans Netz, sodass die Energiewende nicht nur einfacher, sondern sogar beschleunigt wird.

 

M. Gast, Produktmanagerin bei Tech-Education, New Business Fields, Phoenix Contact GmbH & Co.KG, Schieder-Schwalenberg


www.phoenixcontact.com/solar

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