Drei Menschen halten jeweils einen Spaten mit Erde in der Hand.

Spatenstich für das Nahwärmenetz an der Baustelle der Heizzentrale in Tettnang (v.l.): Michael Hofmann, Geschäftsführer Regionalwerk Bodensee, Regine Rist, Bürgermeisterin von Tettnang, und Niklas Wiegand, Geschäftsführer Engie Deutschland (Quelle: Regionalwerk Bodensee)

Die beiden Partnerunternehmen bündeln ihre Kompetenzen in der Wärmeversorgungsgesellschaft Tettnang mbH: Engie Deutschland übernimmt Planung und Bau, das Regionalwerk Bodensee verantwortet Betrieb und Vertrieb. Perspektivisch ist eine Erweiterung der Nahwärmeversorgung auf angrenzende Wohn-, Gewerbe- und Industriegebiete vorgesehen.

Die Grundlast für das Nahwärmenetz wird durch zwei Biomasseheizkessel sichergestellt. Mit Holzhackschnitzeln als Brennstoff, die zum großen Teil aus der Region kommen, wird nahezu CO2-neutral erneuerbare Wärme erzeugt. Ein Pufferspeicher deckt den erhöhten Wärmebedarf ab. Für den Notfallbetrieb hat die Heizzentrale einen Gaskessel. 

Michael Hofmann, Geschäftsführer Regionalwerk Bodensee, sagte bei der Veranstaltung: „Als Wärmeversorger bringen wir die Energiewende in unserer Region voran. Umweltfreundliche Wärme ist dabei ein entscheidender Faktor. 80 % des privaten Energieverbrauchs geht auf das Konto von Wärme und Warmwasser. Auf Basis der aktuellen Prognosen wird Tettnang durch das neue Nahwärmenetz im Vergleich zu einer Wärmegewinnung mit fossilen Brennstoffen jährlich bis zu 4.176 t CO2 bei der Wärmeversorgung einsparen.“ 

„Das Team der Engie Deutschland bringt in das Tettnanger Netz unsere langjährige Expertise in der Wärmeversorgung ein“, sagt Niklas Wiegand, Geschäftsführer Engie Deutschland. „Damit ergänzen wir die Ressourcen unseres Partners Regionalwerk Bodensee optimal und freuen uns, mit dem Spatenstich heute symbolisch den Baustart für dieses wegweisende kommunale Wärmewendeprojekt zu feiern.“ Engie Deutschland betreibt aktuell rund 100 eigene Wärmenetze, die schrittweise dekarbonisiert werden, und ist seit Jahrzehnten an vier lokalen Energieversorgern beteiligt.

EHP-Redaktion

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