Für neue Teststrecken am District LAB des Fraunhofer IEE lieferte Brugg Pipes die Rohrsysteme (Quelle: Meyer/Brugg Pipes)
Im vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderten Verbundvorhaben „EnEff:Wärme: UrbanTurn – Wandelung der urbanen leitungsgebundenen Wärmeversorgung" wird untersucht, wie Wärmenetze an die Anforderungen der Energiewende angepasst werden können. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen in den Umbau und Ausbau von Fernwärmenetzen einfließen sowie in die Normung.
Im Fokus steht die Absenkung der Netztemperaturen, die Integration dezentraler Wärmeerzeuger sowie eine verbesserte digitale Überwachung und Steuerung. Damit verbunden ist eine steigende hydraulische Dynamik: Häufigere Temperatur- und Druckwechsel sowie veränderte Strömungsrichtungen stellen hohe Ansprüche an Materialqualität und technische Auslegung der Infrastruktur.
Hier kommen die Rohrlösungen von Brugg Pipes ins Spiel: Sie sind ausgelegt auf hohe thermohydraulische Belastungen, garantieren maximale Betriebssicherheit und lassen sich einfach in bestehende Netze integrieren. Für die Versuchsanlage „District LAB“ am Fraunhofer IEE hat Brugg Pipes vorisolierte Kunststoffmantelrohre geliefert und installiert. Sie bilden die Grundlage für praxisnahe Untersuchungen zu Druck-, Temperatur- und Strömungsdynamik unter realistischen Bedingungen und unterstützen die Entwicklung neuer Betriebsstrategien.
Insgesamt wurden über 8,8 t Rohrsysteme für die zwei Teststrecken geliefert, darunter:
- Premant-Leitungen (12 m Länge) in den Dimensionen DN 125, DN 80 und DN 65 mit Stahlrohr P235 GH nach EN 10217 – Gesamtlänge von 1112 m Rohrmeter einschließlich Bögen,
- Premant-Bögen 90° in den Dimensionen DN 80 und DN 65, jeweils 1 m Schenkellänge,
- alle Leitungen mit werksseitig geschweißtem Stahlinnenrohr und EMS/Nordisch-Lecküberwachung.
„UrbanTurn zeigt, wie die Wärmewende in der Praxis gelingen kann. Unsere Rohrsysteme sind so ausgelegt, dass sie den steigenden thermischen und mechanischen Belastungen standhalten und gleichzeitig Energieverluste minimieren. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag für die klimaneutrale Wärmeversorgung der Zukunft“, sagt Martin Rigaud, CEO von Brugg Pipes.