Für das Low-Ex-Netz des Brainergy Park Jülich erging jetzt ein Förderbescheid über 19,5 Mio. €

Der Brainergy Park Jülich hat jetzt für das Low-Ex-Netz einen Förderbescheid über 19,5 Mio. € erhalten (Quelle: Brainergy Park Jülich)

„Das Energienetz ist das Herz des gesamten Brainergy Park Jülich,“ sagt Prof. Dr.-Ing. Bernhard Hoffschmidt, Geschäftsführer der Brainergy Park Jülich GmbH: „Es ist wichtig, dass es uns hier gelingt, zu zeigen, wie man einen Businesspark der Zukunft maximal CO2-frei in Bezug auf Kälte und Wärme sowie für zentrale Anwendungen mit regenerativ erzeugtem Strom versorgen kann. Das passt zu dem, was wir uns inhaltlich im Brainergy Park vorgenommen haben: Wir wollen zukunftsweisend den Transfer aus der Forschung in die Anwendung und in die lokale Wertschöpfung bringen. Künftig werden wir im Brainergy Park Jülich Unternehmen auf Basis einer CO2-neutralen Infrastruktur ansiedeln können.“

Eisspeicher und Abwärmenutzung

Für die rd. 200.000 m2 zu beheizende bzw. kühlende Fläche soll ein großer zentraler Eisspeicher gebaut werden. Der unterirdische Eisspeicher ist ein mit Wasser gefüllten Kunststoffschläuchen bestückter Tank. Im Winter wird ihm die Wärme entnommen, und das entstehende Eis wird dann im Sommer für die Kühlung der Gebäude genutzt.

Das Low-Ex-Netz leitet Wärme, die der Außenluft entnommen wird, über Rohrleitungen, in denen die Wassertemperatur 12 °C beträgt, ohne Temperaturverlust zu den Gebäuden im Brainergy Park. Vor den Gebäuden heizen Wärmepumpen das Wasser dann auf die von den Kunden gewünschte Temperatur auf. Beim Rückfluss des Wassers über separate Rohrleitungen können die Nutzer des Gebäudes auch Abwärme wieder ins Netz einspeisen, die etwa in Serverräumen entsteht.

EHP-Redaktion

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