ESWE Versorgung hat einen Zuwendungsbescheid vom BAFA erhalten, sodass nun die Erstellung eines Transformationsplans beginnen kann.

Freuen sich über den Zuwendungsbescheid des BAFA: Jörg Höhler, Vorstandsmitglied der ESWE Versorgung, der Wiesbadener Oberbürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzende des Unternehmens, Gert-Uwe Mende, sowie Andreas Wasem, Projektleiter, Verena Baldassi, Sachgebietsleiterin Erneuerbare Energien und Ralf Cohrs, Abteilungsleiter, (alle ESWE Versorgung) und Dr. Klaus Friedrich, Leiter Umweltamt Landeshauptstadt Wiesbaden (Quelle: ESWE Versorgung)

„Mit der Erstellung des Transformationsplans im Rahmen der BEW geht ESWE Versorgung konsequent den nächsten Schritt, um das Wiesbadener Fernwärmenetz fit zu machen für die Herausforderungen der Wärmewende“, erläutert Vorstandsmitglied Jörg Höhler. „Der Plan wird den Weg beschreiben, auf dem wir das Ziel eines klimaneutralen Fernwärmenetzes schrittweise bis zum Jahr 2035 erreichen wollen und können. Dabei wird er auch wichtige Aufschlüsse für die kommunale Wärmeplanung der Stadt Wiesbaden erbringen.“

Diesen Sachverhalt hebt auch Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende ausdrücklich hervor: „In der Landeshauptstadt Wiesbaden spielt die Fernwärme schon jetzt eine sehr wichtige Rolle bei der Wärmeversorgung unserer Bürgerinnen und Bürger sowie der ansässigen Unternehmen. Daher ist eine enge Verzahnung der Aus- und Umbaupläne des Wärmenetzes von ESWE Versorgung mit der kommunalen Wärmeplanung der Stadt Wiesbaden unerlässlich. Ich bin daher sicher, dass der ESWE-Transformationsplan auch der Stadt Wiesbaden bei ihrer kommunalen Wärmeplanung erheblich zugutekommt.“

ESWE Versorgung betreibt seit 1966 das Wiesbadener Fernwärmenetz und hat es seitdem systematisch ausgebaut und weiterentwickelt, sodass die Leitungslänge rd. 120 km beträgt. Im August letzten Jahres hat der Wiesbadener Energiedienstleister beim BAFA einen Förderantrag zur Erstellung eines Transformationsplans eingereicht. Dieser wurde nun mit dem Höchstsatz bewilligt und damit eine Übernahme von bis zu 50 % der entstehenden Kosten zugesagt. Die Gesamtkosten werden sich voraussichtlich auf rd. 4 Mio. € belaufen. ESWE Versorgung wird nun umgehend mit der Erstellung des Plans beginnen, denn dieser liefert die zentrale Entscheidungsgrundlage für die gezielte Weiterentwicklung des Wärmenetzes in Wiesbaden in den kommenden Jahren und Jahrzehnten.

ESWE-Projektleiter Andreas Wasem erläutert, welche Erkenntnisse der Transformationsplan erbringen wird: „Der Plan beschreibt, wie das Wärmenetz der ESWE unter wirtschaftlichen und technischen Gesichtspunkten bis 2035 treibhausgasneutral aus- und umgebaut werden kann. Dazu werden alle potenziellen Erzeugungstechnologien für grüne Fernwärme wie Umwelt- und Abwärme, Geothermie, Solarthermie, Biomasse oder Wasserstoff auf ihre Potenziale für das Wiesbadener Wärmenetz hin analysiert. Zudem wird er eine Definition aller notwendigen Maßnahmen zur Zielerreichung in Maßnahmenpaketen bis 2035 enthalten.“ Mit der Fertigstellung des Transformationsplans ist laut Wasem voraussichtlich in zwei Jahren zu rechnen.

EHP-Redaktion

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