Breite Branchenallianz warnt vor Kurswechsel bei Erdverkabelung

rbv-Hauptgeschäftsführerin Martina Buschmann: „Ein grundlegender Kurswechsel würde Projekte verzögern, Mehrkosten verursachen und Beschäftigung gefährden.“ (Bildquelle: rbv)

 Die Initiative repräsentiert mehrere tausend deutsche Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, von Kabel- und Rohrherstellern über Leitungsbau und Tiefbau bis hin zu spezialisierten Technologieanbietern.

Gleichstrom-Erdkabel genießen laut dem rbv hohe gesellschaftliche Akzeptanz. Dies sei ein zentraler Beschleunigungsfaktor für Genehmigungen und Bau. Der Verband nennt hier ein konkretes Beispiel: „Das Projekt A-Nord wird ab 2027 jährlich rund 700 Mio. Euro Redispatch-Kosten einsparen. Entscheidend für die Gesamtwirtschaftlichkeit ist damit nicht allein der Baupreis, sondern die schnelle Inbetriebnahme und Reduzierung systemischer Engpasskosten. Hybridlösungen können laut Netzbetreibern bis zu 70 Mio. Euro pro Übergabestation zusätzlich kosten.“

rbv-Hauptgeschäftsführerin Martina Buschmann und Susanne Hake vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie erklären gemeinsam: "Unsere Unternehmen haben Kapazitäten aufgebaut, Fachkräfte eingestellt und in Maschinen investiert, im Vertrauen auf klare und verlässliche Fahrpläne. Planungssicherheit ist kein Detail, sondern Voraussetzung für stabile Investitionen und sichere Arbeitsplätze. Ein grundlegender Kurswechsel würde Projekte verzögern, Mehrkosten verursachen und Beschä­ftigung gefährden. Das hat auch der Monitoringbericht Energiewende ausdrücklich festgestellt." Die Allianz warnt ausdrücklich vor möglichen Arbeitsplatzverlusten, sollten bereits angestoßene Investitionen durch politische Unsicherheit entwertet werden.

Resilienz in Zeiten zunehmender Angriffe

Bei den Vorteilen der Verkabelung adressiert die Allianz auch die Sicherheit kritischer Energieinfrastruktur. Sabotageakte und Angriff wie zuletzt in Berlin oder Grünheide würden die Verwundbarkeit exponierter Strukturen zeigen. "Unterirdische Leitungen sind gegenüber physischen Angriffen, Extremwetterereignissen und klimatischen Belastungen deutlich robuster. Sie ermöglichen darüber hinaus digitale Überwachungssysteme, etwa durch Glasfaser-gestützte Monitoring-Technologien", heißt es dazu.

np-Redaktion

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