Bürgerbeteiligung beim modernisierten Umspannwerk Bertikow

Das Umspannwerk bildet die Basis für den geplanten Batteriespeicher Bertikow (Bildquelle: Enertrag)

Das Umspannwerk bildet den Knotenpunkt für die Einspeisung von mehr als 500 MW erneuerbarem Strom aus Wind- und Solaranlagen der Region in das überregionale Übertragungsnetz. Mit der Umstellung von 220 auf 380 kV wurde die Transportkapazität des Umspannwerks erheblich gesteigert. Zwei neue Transformatoren mit einer Nennleistung von 400 MVA und 450 MVA ersetzen die bis zu 50 Jahre alte Technik. Die Modernisierung ermöglicht eine verlustärmere Einspeisung, reduziert Netzengpässe und minimiert Abregelungen von erneuerbarem Strom. Zusätzlich sorgen Schalldämmplatten und ein Erdwall dafür, dass die Geräuschbelastung für die Umgebung deutlich unter den gesetzlichen Grenzwerten liegt.

Haushalte können direkt profitieren

Das Projekt stärkt die Gemeinde Uckerfelde durch zusätzliche Gewerbesteuereinnahmen, die in Infrastruktur, Bildung und Gemeinschaftsprojekte fließen können. Mit dem Verbundkraftwerksbonus können Haushalte in Uckerfelde zudem direkt von der Energiewende profitieren und in der finalen Stufe jährlich bis zu 350 Euro erhalten. Die Zusammenarbeit mit Anwohnern sowie der Gemeindevertretung erfolgte während des gesamten Projekts partnerschaftlich und transparent, betont Enertrag.

Das Umspannwerk bildet die Grundlage für den geplanten Batteriespeicher Bertikow mit einer Leistung von 200 MW und einer Kapazität von 800 MWh. Der Speicher soll überschüssigen Wind- und Solarstrom speichern, Schwankungen im Netz ausgleichen und die Versorgungssicherheit in Nordostdeutschland weiter erhöhen. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal 2027 geplant.

np-Redaktion

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