Die neue Eigentümerstruktur soll Planungssicherheit für den notwendigen Netzausbau in Deutschland schaffen (Bildquelle: Tennet)
Die Beteiligung sowohl privater Investoren als auch der deutschen Bundesregierung stärke die Kapitalbasis von Tennet Germany strukturell. Dies schaffe Planungssicherheit für den notwendigen Netzausbau in Deutschland und trage zu einem robusten und widerstandsfähigen europäischen Stromsystem bei, teilt der Übertragungsnetzbetreiber dazu mit.
Die Tennet Holding wird weiterhin mindestens 28,9 % der Anteile an Tennet Germany halten. Damit ist man in alle wichtigen Entscheidungen eingebunden. Die Synergieeffekte aus der Zusammenarbeit zwischen Tennet Netherlands und Tennet Germany blieben so weitgehend erhalten, da beide Unternehmen gemeinsam an der Entwicklung der Infrastruktur arbeiten, die Windparks in der Nordsee mit dem europäischen Stromnetz verbindet, heißt es in der Pressemitteilung.
Eigenkapitalwert liegt bei 13,3 Mrd. Euro
Der direkte Erwerb der Anteile durch die KfW ermöglicht Tennet, ein Gesellschafterdarlehen des niederländischen Staates in Höhe von circa 3,3 Mrd. Euro zurückzuzahlen. Der erwartete Eigenkapitalwert nach der ersten Kapitaleinlage durch die drei institutionellen Investoren beträgt zum Zeitpunkt des Abschlusses der Transaktion circa 13,3 Mrd. Euro.
Der deutsche Staat wird sich an künftigen Kapitaleinlagen der drei institutionellen Investoren beteiligen, um den Eigenkapitalbedarf von Tennet Germany im Laufe der Zeit zu decken und seinen Anteil von 25,1 % aufrechtzuhalten. Die drei institutionellen Investoren sollen langfristig eine Beteiligung von 46 % an Tennet Germany erreichen, während sich der Anteil von Tennet Holding langfristig auf 28,9 % verwässern wird.