Amprion hat eine neue Blindleistungs-Kompensationsanlage auf dem Gelände der Umspannanlage Kusenhorst in Haltern am See in Betrieb genommen.

Ludger Meier, Head of Operations and Engineering Amprion, Werner Arndt, Bürgermeister der Stadt Marl, Dr. Beatrix Natter, Executive Vice President Transmission Siemens Energy, und Dr. Klaus Kleinekorte, CTO Amprion, (v.l.) bei der feierlichen Inbetriebnahme (Bild: Amprion/Frank Peterschröder)

Die Blindleistungs-Kompensationsanlage kann Spannungsschwankungen ausgleichen, die im Zuge der Energiewende verstärkt an den Netzknoten entstehen, und stellt somit einen weiteren Meilenstein im Umbau des deutschen Energiesystems dar.

Gebaut wurde die neue Anlage von Siemens Energy. Ludger Meier, Leiter Betrieb und Projektierung bei Amprion, erläuterte vor Ort die Bedeutung der neuen Anlage im Rahmen der Energiewende: "Der steigende Anteil an regenerativen volatilen Erzeugungsanlagen und die zunehmende Transportentfernung von der Erzeugung zu den Verbrauchszentren bedeuten, dass Stromnetze für die Zukunft neu ausgerichtet werden müssen. Schlüsselelement ist dabei u.a. die schnelle Regelbarkeit der Netzspannung", so Ludger Meier. "Mit der neuen Statcom-Anlage für die Umspannanlage Kusenhorst investieren wir in die Systemsicherheit und kommen hiermit unserer Verantwortung für einen sicheren Netzbetrieb nach", ergänzt Meier. "Wir freuen uns, dass wir mit Siemens einen zuverlässigen Technologiepartner gefunden haben, der seine Expertise bereits bei der Errichtung einer baugleichen Anlage für die Umspannanlage Kriftel unter Beweis gestellt hat."

Bei der Anlage handelt es sich um eine SVC Plus Anlage, einem weiterentwickelten Statcom von Siemens Energy. "Bei Siemens blicken wir mittlerweile auf zwölf Jahre Erfahrung mit der SVC-Plus-Technologie zurück und haben über 100 Anlagen dieses Types weltweit installiert", erklärte Beatrix Natter, Executive Vice President Transmission bei Siemens Energy. "Die 100. Statcom-Anlage, die wir gefertigt haben, war eine ganz besondere – sie kommt nämlich hier in Kusenhorst in Nordrhein-Westfalen zum Einsatz. Umso mehr freuen wir uns heute mit unserem geschätzten Partner Amprion wieder ein Projekt ans Netz zu bringen, dass zum Gelingen der Energiewende beitragen wird."

Großes Lob an das Team

Dr. Klaus Kleinekorte, technischer Geschäftsführer von Amprion, bedankte sich in seiner Rede bei den Projektbeteiligten von Siemens und Amprion. "Der Erfolg dieses Projekts ist auf das große Engagement des Teams zurückzuführen. Nur so konnten wir in der für Anlagenprojekte kurzen Zeit von drei Jahren die Statcom-Anlage in Betrieb nehmen." Insgesamt hat Amprion 37 Mio. € in die Erweiterung der Umspannanlage Kusenhorst investiert.

Umspannanlage Kusenhorst

Amprion betreibt die Anlage in Haltern am See seit 1962. Sie verbindet das 380-kV-Übertragungsnetz mit dem örtlichen 110-kV-Netz, das die Energie regional weiterverteilt. Zuletzt wurde die Umspannanlage Kusenhorst im Jahr 2016 modernisiert. Mit der neuen Statcom-Anlage wird sie fit gemacht für ihre zukünftigen Aufgaben.

np-Redaktion

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