Das weltgrößte Kabelverlegungsschiff – die Prysmian Leonardo da Vinci – übernimmt die Kabelverlegung Bildquelle: Prysmian
Das Etappenziel fällt zusammen mit dem dritten Jahrestag, an dem der Bau der Energietrasse offiziell startete. Zudem jährt sich im Juli die Unterzeichnung des Kensington-Vertrags, ein Freundschaftsvertrag zu Verbesserung der Beziehungen zwischen Deutschland und dem Vereinigten Königreich.
Unter der Führung eines internationalen Konsortiums von Investoren mit 2,8 Mrd. Euro Volumen entstehen 725 km Land- und Seekabel sowie zwei Konverterstationen. Nach Inbetriebnahme wird NeuConnect eine der längsten unsichtbaren Energieautobahnen weltweit sein – und zwei der größten Strommärkte Europas erstmals direkt miteinander verbinden. Die Verbindung ermöglicht dann den Transport von 1,4 GW Strom in beide Richtungen – genug, um bis zu 1,5 Mio. Haushalte zu versorgen.
Vorbereitung der Inbetriebnahme
Der Bau an Land startete in Großbritannien im Juli 2023; der Startschuss auf deutscher Seite fiel im Mai 2024. Die Verlegung des Unterseekabels begann Ende 2024. Mit der jüngsten Phase der Arbeiten am Meeresboden hat das weltgrößte Kabelverlegungsschiff – die Prysmian Leonardo da Vinci – die Kabelverlegung in britischen Hoheitsgewässern abgeschlossen. Nun wird das Stromkabel vor der niederländischen Küste weiter in Richtung Deutschland geführt.
Parallel zu den Bauarbeiten konzentriert sich das Team von NeuConnect zunehmend darauf, die Inbetriebnahme vorzubereiten. Dazu gehören IT-Systeme genauso wie Handelsprozesse.
2025 wurde NeuConnect offiziell von der britischen Energieaufsichtsbehörde Ofgem als Übertragungsnetzbetreiber zertifiziert. Anfang dieses Jahres wählte NeuConnect Supercharge als Entwickler seiner Marktintegrationsplattform aus. Die Plattform wird es Marktteilnehmern ermöglichen, Übertragungsrechte zwischen beiden Strommärkten zu nominieren. Hauptauftragnehmer für die Kabelverlegung ist der Hersteller Prysmian.