NKT hat ein 525-kV-HGÜ-Seekabelsystem mit extrudierter XLPE-Isolierung für den Dauerbetrieb bei Leitertemperaturen von bis zu 90 °C qualifiziert (Bildquelle: NKT)
Das vollständig qualifizierte Kabelsystem eröffnet Übertragungsnetzbetreibern zusätzliche Möglichkeiten bei der Auslegung und beim Betrieb von HGÜ-Verbindungen. Je nach den Anforderungen des jeweiligen Projekts kann die höhere zulässige Leitertemperatur genutzt werden, um die Übertragungskapazität zu steigern, den Materialeinsatz zu verringern oder die Gesamteffizienz des Systems zu optimieren.
Die höhere Betriebstemperatur wird durch eine Weiterentwicklung des Isolationssystems ermöglicht. Die inneren und äußeren halbleitenden Schichten wurden mit einem neuen Material neu konzipiert. Dieses wurde in einem gemeinsamen Projekt von NKT und dem Werkstoffpartner Borouge International (ehemals Borealis) entwickelt und qualifiziert.
Zuverlässigkeit und Robustheit unterstützt
Die Weiterentwicklung ist entscheidend für die verbesserte thermische Leistungsfähigkeit des Kabelsystems. Gleichzeitig unterstützt sie laut NKT die langfristige Zuverlässigkeit und Robustheit, die für kritische Stromübertragungsinfrastrukturen erforderlich sind. "Diese Qualifizierung ist der nächste Schritt in der kontinuierlichen Weiterentwicklung unserer HGÜ-Kabeltechnologie. Die höhere zulässige Leitertemperatur ermöglicht eine größere Übertragungskapazität und gibt unseren Kunden zugleich mehr Spielraum bei der Auslegung und Optimierung ihrer Kabelsysteme", sagt Anders Jensen, Chief Technology Officer bei NKT.