Neue Hochspannungskabel für Dresdens Zukunf

In Dresden steigt der Strombedarf immens, unter anderem getrieben durch die Chipindustrie (Bildquelle: SachsenEnergie)

Parallel hat das Umspannwerk Räcknitz eine neue, hochmoderne Schaltanlage erhalten und wurde umfassend erweitert. Damit werden die Voraussetzungen für eine langfristig leistungsfähige und sichere Stromversorgung des Großraums Dresden geschaffen. Insgesamt werden bis 2028 rund 50 km neue Hochspannungskabel in der Landeshauptstadt verlegt. Dazu gehört die nun in Betrieb gegangene Trasse sowie zwei neue Erdkabeltrassen auf der rechtselbigen Seite. 

Strombedarf verdreifacht sich bis 2030

Der Grund des massiven Netzausbaus: Mit der Energiewende wachsen die Anforderungen an das Stromnetz. Sowohl die private als auch die industrielle Nutzung von Strom steigt in Dresden seit Jahren an und wird sich bis zum Jahr 2030 voraussichtlich verdreifachen. Der Ausbau der Halbleiterindustrie im Dresdner Norden hat den Strombedarf zusätzlich verstärkt.

Neben dem Netzausbau findet darum derzeit eine stärkere Anbindung Dresdens an das überregionale Höchstspannungsnetz statt. Die Elbe-Oberlausitzleitung des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz mit dem neuen Umspannwerk Altwilschdorf, das 50Hertz und SachsenNetze gemeinsam errichten, stärken die langfristige Versorgungssicherheit der Region. Bis dieses Umspannwerk in Betrieb geht, schaffen die neu entstehenden Trassen die erforderlichen Netzkapazitäten für den gestiegenen Strombedarf.

Neue Leitungszuführungen und Transformatoren erhöhen zudem die betriebliche Flexibilität und stärken die Zuverlässigkeit der Stromversorgung. Die Anlage ist bereits für einen möglichen weiteren Leistungsbedarf ausgelegt, sodass künftig ein dritter Transformator angeschlossen werden kann. Ergänzend wurden vom Umspannwerk Räcknitz aus neue Hochspannungsverbindungen quer durch Dresden geschaffen.

np-Redaktion

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