Der Rohbau ist geschafft. Die Inbetriebnahme des HVDC-Qualifizierungszentrums ist für das erste Halbjahr 2027 geplant (Bildquelle: Pfisterer)
Das neue Zentrum entsteht im Rahmen einer Investition von rund 30 Mo. Euro und wird künftig eine zentrale Rolle für die Entwicklung, Prüfung und Qualifizierung moderner Hochspannungs-Gleichstromtechnologie (HVDC) übernehmen. Es umfasst ein hochmodernes Hochspannungsprüffeld sowie ein Materialentwicklungs- und Testlabor, mit dem das schwäbische Unternehmen Entwicklungs-, Typ- und Routineprüfungen für Kabelgarnituren und -systeme auf höchsten Spannungsebenen durchführen kann.
HVDC-Infrastruktur nimmt weltweit deutlich an Fahrt auf
Der Ausbau von HVDC-Infrastruktur nimmt laut Pfisterer weltweit deutlich an Fahrt auf. Energieversorger und Netzbetreiber investieren in neue Übertragungskapazitäten, um erneuerbare Energien effizient in bestehende Netze zu integrieren. „HVDC ist das Rückgrat der Energieversorgung von morgen“, sagt Dr. Konstantin Kurfiss, Mitglied des Vorstands der Pfisterer Gruppe.
Mit dem neuen Qualifizierungszentrum stärke man die Position als Technologiepartner auch im internationalen HVDC-Markt und erweitere gezielt die Kapazitäten für die Umsetzung komplexer Projekte, so das Unternehmen. Die Kombination aus Entwicklung, Prüfung und Qualifizierung an einem Standort ermögliche es, steigende Anforderungen an Leistung, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit moderner Netze effizient zu erfüllen. „Wir stellen sicher, dass Komponenten und Systeme unter realistischen Bedingungen getestet und zuverlässig qualifiziert werden, um Innovationen schneller in robuste und marktfähige Lösungen für internationale Projekte zu überführen“, erläutert Kurfiss dazu.