Bayernwerk Netz präsentierte die Ausbaupläne im Zentrallager in Maxhütte-Haidhof (Bildquelle: Bayernwerk)
"Neue Berechnungen zeigen, dass sich die Erzeugungsleistung der Erneuerbaren, überwiegend aus Photovoltaik und Windkraft, bis 2045 verdreifachen wird. Gleichzeitig rechnen wir in diesem Zeitraum mit einer Verdopplung des Stromverbrauchs, angetrieben durch E-Mobilität, Wärmepumpen und Rechenzentren", erläutert Peter Ketterl, Leiter Technik Ostbayern. Damit würden die Anforderungen an die Energieinfrastruktur nochmal enorm steigen.
Allein in den Versorgungsgebieten der drei oberpfälzischen Kundencenter Parsberg, Schwandorf und Weiden wurde das Netz 2025 um mehr als 299 km Niederspannungskabel erweitert, im Mittelspannungsnetz kamen etwa 237 km Kabellänge hinzu. Die Maßnahmen gesamt waren mit 220 Mio. Euro budgetiert. Das Budget für 2026 liegt mit 280 Mio. Euro allein in der Oberpfalz um 27 % höher als im Vorjahr.
Geordnete und priorisierte Vergabe von Netzkapazitäten vonnöten
Welche Voraussetzungen es braucht, um die Herausforderungen meistern zu können, erklärt Dr. André Zorger, Leiter Kommunalmanagement Ostbayern bei der Bayernwerk Netz: "Um die Stabilität und Sicherheit für Bayerns Energiezukunft sicherstellen zu können, braucht es eine geordnete und priorisierte Vergabe von Netzkapazitäten. Die Integration muss sorgsam, technisch sauber und vor allem entlang der Bedarfe des Netzes erfolgen. Hierfür braucht es einen verlässlichen ordnungspolitischen Rahmen."