Der Ausbau des Stromnetzes geht sukzessive weiter. Unter anderem baut Amprion eine 380-kV-Freileitung bei Kerpen (Bildquelle: Amprion GmbH/Daniel Schumann)
RWE hat nach eignen Angaben Vereinbarungen mit den Anteilseignern der M31 Beteiligungsgesellschaft erzielt, um deren indirekte Anteile an Amprion zu erwerben. Der mittelbare Anteil von RWE an Amprion steigt dadurch auf 55 %. Das nötige Geld soll eine Kapitalerhöhung bringen.
Dazu will RWE bis zu knapp 74,4 Mio. Aktien ausschließlich bei institutionellen Anlegern platzieren. Dabei sollen neue Anteile im Umfang von bis 4,9 %t des Grundkapitals gegen Bareinlagen ausgegeben werden. Zudem will RWE eigene Aktien im Umfang von bis zu 5,1 % des Grundkapitals veräußern. Dabei soll das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden.
Hilfe bei anstehenden Investitionen
Amprion-Chef Christoph Müller sieht in der Aufstockung von RWE "ein Zeichen des Vertrauens in unsere Strategie". RWE könne dabei helfen, die anstehenden Investitionen in das Netz zu finanzieren.
Inzwischen geht der Ausbau des Stromnetzes sukzessive weiter. So hat Spie, ein Dienstleistungsunternehmen in den Bereichen Energie und Kommunikation, mitgeteilt, im Auftrag von Amprion eine 380-kV-Höchstspannungsfreileitung zwischen der Umspannanlage Oberzier und dem Netzknotenpunkt Blatzheim bei Kerpen zu errichten. Die neue Freileitung ersetzt eine bestehende und erhöht die Übertragungskapazität deutlich, insbesondere für Strom aus erneuerbaren Energien. Spie realisiert als Generalunternehmer die rund 16 km lange Höchstspannungsfreileitung mit 46 neuen Masten einschließlich Trassierungsleistungen und statischer Planung. Diese verläuft in einem Abstand von rund 50 m parallel zur bestehenden Freileitung.