Sichere Stromversorgung in Dresden: Umspannwerk Räcknitz wird leistungsfähiger

Ende 2025 soll der neugebaute Anlagenteil in Betrieb gehen (Bild: SachsenNetze)

Statt bisher zwei werden künftig sechs Leitungsschaltfelder und drei statt nur zwei Trafoschaltfelder eine große Menge an Strom in das 110-kV-Hochspannungsnetz weiterleiten und gezielt verteilen. Notwendig wird der Ausbau aufgrund der steigenden Strombedarfe, insbesondere im Dresdner Norden.

Perspektivisch wird ein neues Umspannwerk, das Umspannwerk Altwilschdorf, im Norden Dresdens den Strom aus dem 380-kV-Höchstspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz aufnehmen, umwandeln und in das Hochspannungsnetz von SachsenNetze verteilen. Der Bau wird jedoch mehrere Jahre in Anspruch nehmen; der jetzt schon steigende Strombedarf muss aber vorher bereitgestellt werden, erläutert der Netzbetreiber. Aus diesem Grund erweitert SachsenNetze jetzt das Umspannwerk Räcknitz im Süden und baut eine neue 110-kV-Hochspannungstrasse, die den Strom aus dem Süden in den Nordraum transportiert. 

Bereits 2022 hat SachsenNetze mit den Planungen für die Erweiterung des Umspannwerkes begonnen. Im Frühjahr 2024 fanden die ersten Arbeiten statt. Bis Ende 2025 sollen die Bauarbeiten soweit abgeschlossen sein, dass der neugebaute Anlagenteil in Betrieb gehen kann. 2026 baut SachsenNetze die alte Schaltanlage zurück. 

Aktuell sorgt das Umspannwerk Räcknitz für die Verteilung von rund 250 Gigawattstunden Strom im Jahr. Für die Modernisierung des Umspannwerkes Räcknitz werden 9 Mio. Euro investiert.

np-Redaktion

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