SuedLink: Die Bauarbeiten in Hessen können starten

Für die komplette rund 65 km lange Strecke liegen die Baurechte vor (Bildquelle: TransnetBW)

Der Übertragungsnetzbetreiber hat von der Bundesnetzagentur den Planfeststellungsbeschluss für den hessischen Abschnitt des Energiewende-Großvorhabens SuedLink erhalten. Es besteht damit für die komplette rund 65 km lange Strecke von Neu-Eichenberg bis zur Landesgrenze Thüringens bei Herleshausen Baurecht. Erste vorgezogene Baumaßnahmen wurden bereits seit Ende 2024 in Röhrda und Archfeld durchgeführt. Der Abschnitt durchläuft zudem die Thüringer Landkreise Eichsfeld und Wartburgkreis.

"In Hessen und Teilen Thüringens können wir nun mit dem vollumfänglichen Bau von SuedLink starten", sagt Alexandra Schwerdorf, Gesamtprojektleiterin bei TransnetBW. "Der Bauabschnitt C2 verdeutlicht exemplarisch die technische Komplexität und die ökologische Verantwortung, die mit dem Ausbau von SuedLink einhergehen", betont Schwerdorf. "Wir durchqueren ökologisch wertvolle Gebiete wie die Werra sowie mehrere Schutzareale. Mit präziser Bohrtechnik und umfassenden Begleitmaßnahmen stellen wir sicher, dass diese sensiblen Naturräume bestmöglich geschont werden."

Teilweise parallele Baumaßnahmen

Die Baumaßnahmen werden in den kommenden Monaten üblicherweise nacheinander, teilweise aber auch parallel erfolgen. Die SuedLink-Erdkabel werden dabei in der Regel in offene Kabelgräben gelegt, die danach wieder verfüllt werden. Dort, wo SuedLink Hindernisse wie Straßen und Gewässer kreuzt, kommen geschlossene Bauweisen zum Einsatz.

Das SuedLink-Team war bereits im Juni und Juli mit Dialogtouren unterwegs, um vor Ort über die Bauvorbereitung, den Grabenaushub, das geschlossene Bohrverfahren, die benötigten Zuwegungen für die Baustellenfahrzeuge oder die spätere Anlieferung der Kabel mit Schwerlasttransporten transparent und frühzeitig zu informieren.

np-Redaktion

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