Umspannwerk Nord in Hamburg wird fit für die Energiewelt von morgen

Richtfest (v.l.n.r.): Markus Wienströer, Projektleiter Stromnetz Hamburg GmbH, Dr. Andreas Cerbe, Sprecher der Geschäftsführung Stromnetz Hamburg GmbH, Clemens Büssing, technischer Geschäftsführer Arge Nord, Jürgen Kalfier, kaufmännischer Geschäftsführer Arge Nord (Bildquelle: Stromnetz Hamburg)

Das Umspannwerk (UW) Nord in Norderstedt ist eines von drei Kopplungspunkten zum vorgelagerten Höchstspannungsnetz des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz und zählt damit zur tragenden Säule der Energieversorgung in der Hansestadt. Die sichere Funktionsfähigkeit der 110-kV-Schaltanlage ist die Basis für die Aufrechterhaltung der Stromversorgung und einer hohen Versorgungssicherheit für Industrie-, Gewerbe- und Privatkunden in Wedel, Lokstedt, Eidelstedt, Eimsbüttel, Eppendorf. Hierzu zählen auch wirtschaftlich bedeutende Industrieunternehmen.

Stromnetz Hamburg investiert an diesem Standort bis Anfang 2028 rund 50 Mio. Euro. Das UW wird umfassend modernisiert, erhält eine Freiluftschaltanlage sowie ein neues Betriebsgebäude. Das Gebäude ermöglicht damit eine betriebliche Trennung zwischen dem Verteilungsnetz von Stromnetz Hamburg und dem Übertragungsnetz von 50Hertz. Mit der Erneuerung des UW werde die Leistungsfähigkeit der Netzinfrastruktur für Hamburg langfristig abgesichert, betont der Netzbetreiber.

Absehbar steigende Lastanforderungen

Laut Dr. Andreas Cerbe, Sprecher der Geschäftsführung von Stromnetz Hamburg reagiert man mit dem Bauvorhaben auf die absehbar steigenden Lastanforderungen an das Netz infolge der starken Elektrifizierung zahlreicher Sektoren sowie dem steigenden Ausbau von erneuerbaren Energien und anderen dezentralen Einspeisern: Zentrale Auslegungsgrößen seien neue Stromerzeugungsanlagen sowie zahlreiche neue Verbraucher, wie E-Fahrzeuge und Wärmepumpen, aber auch Elektrolyseanlagen für die Wasserstofferzeugung im größeren Umfang. "Für das Erreichen der Klimaschutzziele in Hamburg ist der Ausbau insbesondere in der Hoch- und Mittelspannungsebene essenziell. Mit der Erneuerung des Netzknotenpunktes bereiten wir bereits heute proaktiv unser Netz auf die sich ändernden Anforderungen unserer Kunden und Kundinnen vor", so Cerbe.

Ähnliche Beiträge