Virtualisierte Schutztechnik spart Kosten und Platz in digitalen Umspannwerken

Siemens Siprotec V konsolidiert die Funktionalität von bis zu 60 hardwarebasierten Siprotec-5-Geräten in einer serverbasierten Lösung (Bildquelle: Siemens)

Siprotec V löse traditionelle Abhängigkeiten zwischen Schutz- und Steuerungssoftware und den dedizierten Geräten auf, so Siemens. Mit dem softwaredefinierten Ansatz ermöglicht die Lösung, Schutz- und Steuerungsanwendungen innerhalb eines Umspannwerks virtuell zu skalieren – und vereint damit bis zu 60 virtuelle intelligente elektronische Geräte (IED). Diese Flexibilität sorgt laut Siemens dafür, dass EVU ihre Schutzarchitekturen effizient und einfach an sich verändernde Anforderungen anpassen und dabei rund 45 % Platz einsparen können.

Digitale Prüfung vor Inbetriebnahme

Dank der Virtualisierung ermöglicht die Lösung eine übergreifende digitale Prüfung von Umspannwerken, bevor diese in Betrieb genommen werden. Die modulare Softwarearchitektur von Siprotec V mache eine schnelle Anpassung an sich ändernde Systemanforderungen möglich, ohne hardwarebedingte Einschränkungen berücksichtigen zu müssen, erläutert der Anbieter.

Die virtualisierte Schutztechnik reduziert die Anzahl von Schaltschränken, den Bedarf an kostenintensivem Kupferkabel sowie aufwendige bauliche Maßnahmen, wie Kabelgräben. Dadurch lassen sich die CO2-Emissionen je digitalem Umspannwerk um bis zu 50 % senken, betont Siemens. Darüber hinaus ermögliche die Virtualisierung Kosteneinsparungen von bis zu 25 %, da weniger Schutz- und Steuergeräte verbaut werden müssen.

Ein weiterer Vorteil: Siprotec V unterstützt das Hosting anspruchsvoller KI-Anwendungen direkt im Umspannwerk. So lassen sich unter anderem Echtzeitberichte und prädiktive Analysen nutzen, um fundierte Entscheidungen zu treffen.

np-Redaktion

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