Meilenstein beim ersten direkten Unterseekabel nach Großbritannien

Die Bauarbeiten an den Konverterstationen haben mehrere wichtige Etappenziele erreicht (Bildquelle: NeuConnect)

Die insgesamt 14 Transformatoren wurden von Siemens Energy produziert und sind ein wichtiger Baustein der Konverterstationen: Sie helfen beim Anpassen der Spannungsebene zwischen Netz und Übertragungsleitung. Jeder der Transformatoren ist 7 m lang, 5 m hoch und wiegt über 200 t. Sie wurden von den Siemens Energy-Werken in Nürnberg per Binnenschiff den Rhein entlang nach Rotterdam transportiert, von wo aus sie nach Wilhelmshaven sowie nach Großbritannien verschifft wurden. Die letzte Etappe zu den Konverterstationen in Fedderwarden und auf der Isle of Grain an der Mündung der Themse geschah schließlich per Lkw.

Die Verkabelung in britischen Gewässern ist abgeschlossen

Gleich mehrere wichtige Etappenziele wurden kürzlich erreicht: Die Rohbauarbeiten an den 24 m hohen und 70 m breiten Gebäuden der Konverterstationen in beiden Ländern haben ihre endgültige Höhe erreicht, die Fassadenarbeiten sind in vollem Gange. Zudem hat das größte Kabelschiff der Welt, die Leonardo da Vinci des Kabelspezialisten Prysmian, die Verkabelung in britischen Gewässern abgeschlossen und verlegt nun weitere Teile des 725 km langen Unterseekabels in niederländischen Gewässern. Außerdem machen die Kabelverlegungen auf deutscher Seite zwischen Nordseeküste und Konverterstation im 12 km entfernten Fedderwarden ebenfalls gute Fortschritte und stehen vor dem Abschluss.

NeuConnect ist das erste direkte Strom-Unterseekabel zwischen Deutschland und Großbritannien und soll 2028 ans Netz gehen. Dann verbindet NeuConnect erstmals zwei der größten Strommärkte in Europa. Die Leitung ermöglicht den Transport von 1,4 GW Strom in beide Richtungen – genug, um bis zu 1,5 Mio. Haushalte zu versorgen. 

np-Redaktion

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