Erste Anbindung von niederländischem Verteilnetz an Wasserstoff-Kernnetz

Ein deutsch-niederländisches Konsortium aus 13 Partnern schließt sich zusammen, um den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur in Twente voranzutreiben (Bildquelle: Thyssengas)

Das Vorhaben wird von einem deutsch-niederländischen Konsortium unterstützt. Das T-Stück soll an der H2-Leitung Vlieghuis-Ochtrup der Thyssengas in der Nähe von Nordhorn errichtet werden, deren Inbetriebnahme laut Entwurf des Netzentwicklungsplans 2025 für Ende 2027 vorgesehen ist. Es dient als technisches Verbindungsstück zu einer derzeit ungenutzten niederländischen Erdgasleitung von Cogas, die künftig für den Transport von Wasserstoff umgestellt wird. Diese Leitung verläuft von der deutsch-niederländischen Grenze bis südlich von Denekamp in der Provinz Overijssel.

Dabei handelt es sich laut der beteiligten Unternehmen um die erste grenzüberschreitende Wasserstoff-Leitung zwischen den Niederlanden und Deutschland. Derzeit laufen die Baumaßnahmen, um die 53 km lange Erdgasleitung auf den Transport von Wasserstoff umzustellen. Die Thyssengas-Leitung ist Teil des deutschlandweiten Wasserstoff Kernnetzes sowie der Wasserstoff-Initiative GET H2. 

Standortvorteil für Region Twente

Die H2-Leitung Vlieghuis-Ochtrup bietet der Region Twente einen entscheidenden Standortvorteil: Aufgrund der unmittelbaren Nähe zur deutsch-niederländischen Grenze kann die Anbindung in der Nähe von Denekamp bereits über eine rund 300 m lange Leitung an das T-Stück realisiert werden. So könne Twente den erwarteten Bedarf an Wasserstoff von Industrie und Mittelstand frühzeitig decken, betonen die Projektpartner. Auf diesem Weg erhält die Region Twente Zugang zum Wasserstoff-Netz, um perspektivisch die ansässige Industrie in Enschede, Hengelo und Almelo zu versorgen. "Über das T-Stück bringen wir regionale Bedarfe mit europäischer Infrastruktur zusammen", sagt Dr. Stefanie Kesting, CEO von Thyssengas.

np-Redaktion

Ähnliche Beiträge