Hafen Rostock als Tor für Wasserstoff aus Saudi-Arabien

Der Hafen Rostock soll zu einem Drehkreuz der Wasserstoffwirtschaft werden (Bildquelle: Hafen Rostock)

VNG plant, Ammoniak in grünen Wasserstoff umzuwandeln, der dann in das nationale Kernnetz eingespeist werden soll. Das Ammoniak, das in der von VNG entwickelten Crackeranlage verarbeitet wird, soll Deutschland dabei helfen, schwer zu dekarbonisierende Sektoren zu bedienen, und soll gleichzeitig als strategischer Einstiegspunkt in den deutschen Markt fungieren. Acwa treibt derzeit mit Unterstützung von EnBW die Entwicklung der Produktionsstätte für grünen Wasserstoff und Ammoniak in Yanbu in Saudi-Arabien voran. Der kommerzielle Betrieb ist für das Jahr 2030 geplant. Darüber hinaus soll die Front-End-Engineering-Planung (FEED) für die Prozessanlagen planmäßig bis Mitte 2026 abgeschlossen sein. Acwa prüft derzeit auch die Möglichkeiten für eine Beteiligung an der gemeinsamen Entwicklung und möglichen gemeinsame Investitionen in die Ammoniak-Infrastruktur in Deutschland.

Weitere Anlage für grünen Wasserstoff in Rostock

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Hafen Rostock einen Fortschritt als ein Drehkreuz der Wasserstoffwirtschaft erzielt. Die rostock EnergyPort cooperation reichte Ende Oktober beim zuständigen Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg für das Projekt HyTechHafen Rostock und die damit verbundene Produktionsanlage zur Herstellung von grünem Wasserstoff einen Antrag auf Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz ein.

Die Produktionsanlage soll nach aktueller Planung etwa Ende 2028 in Betrieb gehen und grünen Wasserstoff über eine Pipelineanbindung unter anderem in das deutsche Wasserstoffkernnetz einspeisen. Eine lokale Abnahme ist im Rahmen einer Trailer-Filling-Station geplant. Die Investitionsentscheidung wurde zum damaligen Zeitpunkt noch nicht getroffen.

SW&W-Redaktion

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