Zusammen mit Umweltsenatorin Katharina Fegebank, Wirtschaftssenatorin Dr. Melanie Leonhard sowie Vertreterinnen der beiden Projektpartner Luxcara und Hamburger Energiewerke setzte Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher (Mitte) eine Zeitkapsel in den Grundstein ein (Bildquelle: Hamburger Energiewerke)
Das HGHH-Projekt plant den kommerziellen Betriebsstart für die zweite Jahreshälfte 2027. Jährlich sollen dann in Moorburg rund 10000 t grüner Wasserstoff erzeugt werden. Damit leistet das HGHH-Projekt laut der beiden Projektpartner Luxcara und Hamburger Energiewerke einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung des Hafens und der Industrie.
Das HGHH-Projekt hatte im Sommer vergangenen Jahres den Förderbescheid von Bund und Land erhalten. Seitdem wurden die wesentlichen Bauverträge geschlossen. Der Elektrolyseur wurde im September 2024 bei Siemens Energy bestellt.
Parallel wurden die Rückbauarbeiten des ehemaligen Kraftwerks Moorburg fortgesetzt. Diese waren im Oktober 2023 gestartet, um Platz für den 100-MW-Elektrolyseur und die Anbindung an das Wasserstoffnetz zu schaffen. Im Sommer dieses Jahres hatte das HGHH-Projekt planmäßig ein Teil-Baufeld übernommen und mit ersten vorbereitenden Baumaßnahmen begonnen. Dabei wurde zunächst der Untergrund der insgesamt 16000 m2 großen Fläche für den Bau des Elektrolyseur-Gebäudes vorbereitet.
Flexible Proton Exchange Membrane (PEM)-Technologie
Bis Mitte kommenden Jahres soll das Gebäude für den Elektrolyseur und die Kompressoren errichtet sein. Im Anschluss werden die Stacks, die Herzstücke des Elektrolyseurs, geliefert. Der Elektrolyseur beruht auf der sogenannten Proton Exchange Membrane (PEM)-Technologie. Diese Technologie ist laut der beiden Projektpartner durch die flexible Fahrweise besonders gut für den Betrieb mit erneuerbaren Energien geeignet. Der grüne Wasserstoff soll den Kunden später über das Wasserstoff-Verteilnetz HH-WIN und die ebenfalls geplante Trailer-Verladestation zur Verfügung gestellt werden.