Die Stadtwerke Stuttgart verantworten als Praxispartner die Implementierung und Erprobung der Software im Green Hydrogen Hub im Stuttgarter Hafen (Bildquelle: Screenshot/SWS)
"Das Gemeinschaftsprojekt ist eine weitere Entwicklungsstufe für unser innovatives Wasserstoffprojekt am Stuttgart Hafen. Dadurch können wir in der laufenden Wasserstoffproduktion regenerative Ressourcen besonders effizient einsetzen und dynamischen Marktbewegungen gerecht werden – ohne regulatorische Anforderungen zu vernachlässigen", sagt Jannik Eversmann, Teilprojektleiter der SWS. Jonas Petzschmann, stellvertretender Leiter des Fachgebiets Module Systeme Anwendungen und Teamleiter für Smart Grids & Netzintegration am ZSW in Stuttgart, ergänzt: "Grüner Wasserstoff wird nicht allein durch bessere Technik wirtschaftlicher, sondern auch durch intelligenten Betrieb. SCH2EDULIZER sorgt dafür, dass Elektrolyseur, Batteriespeicher und Strommärkte optimal zusammenspielen." Das Verbundprojekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren wird über das Invest BW Programm vom Wirtschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg gefördert.
Mechanismen der Energiemärkte im Blick
Die innovative Software-Anwendung bedient sich moderner Optimierungsmethoden für Elektrolyseure und Batteriespeicher. Sie berücksichtigt aktuelle Mechanismen der Energiemärkte. So wird laut der Projektpartner hochreiner grüner Wasserstoff genau dann produziert, wenn regenerativer Strom auf dem Energiemarkt besonders günstig bezogen werden kann.
Batteriespeicher speisen Strom für die Produktion dynamisch ein, wenn die Marktpreise höher ausfallen oder Zusatzkapazitäten im Betrieb erforderlich sind. Die KI-gestützte Software sorgt für die Optimierung des Betriebs der Elektrolyseure, indem schwankende Märkte, volatile Erzeugung und regulatorische Anforderungen für Strom aus erneuerbaren Quellen gleichermaßen berücksichtigt werden.