Die PEM(Proton Exchange Membrane)-Elektrolyseanlage kann rund 290 t sauberen Wasserstoff pro Jahr herstellen (Bildquelle: Linde)
Wasserstoff mit einem Reinheitsgrad von 99,999999 % wird in der Halbleiterindustrie als Prozessgas benötigt, um Materialschichten kontrolliert zu bearbeiten und präzise Mikrochips herzustellen. Bislang wurde Wasserstoff auf Basis von Erdgas per LKW aus Deutschland nach Villach, Österreich geliefert. Mit der 2-MW-Elektrolyse-Anlage wird jetzt vor Ort hochreiner Wasserstoff ohne CO2-Ausstoß produziert und genutzt. Linde ist Betreiber der Anlage und war für die Konstruktion und den Bau zuständig.
Mittels zertifizierten Ökostroms kann die PEM (Proton Exchange Membrane) Elektrolyseanlage rund 290 t sauberen Wasserstoff pro Jahr herstellen. Damit werden 100 % der benötigten Menge in der Produktion in Villach gedeckt.
"Die Sicherung unserer Wasserstoffversorgung hat für uns sowohl eine strategische als auch eine nachhaltige Wirkung. Mit der Elektrolyseanlage sichern wir unsere Wasserstoffversorgung für die Zukunft und minimieren Lieferabhängigkeiten. Und wir ersetzen den bisherigen Wasserstoff aus fossilen Quellen durch grün hergestellten Wasserstoff. Damit reduzieren wir CO2-Emissionen in der Lieferkette und leisten einen weiteren Beitrag aus Villach zum CO2-Neutralitätsziel des Infineon Konzerns", sagt Thomas Reisinger, Vorstand für Operations Infineon Technologies Austria.
Gefördert vom österreichischen Klimaschutzministerium
Die Industriepartner Linde, Infineon Technologies Austria und das Energieunternehmen Verbund haben gemeinsam mit ihren Forschungspartnern, HyCentA Research, dem Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität (JKU) Linz und der Vorzeigeregion WIVA P&G die Lösung als wichtigen Schritt in Richtung vorangetrieben: Gefördert wird das Projekt im Rahmen der FTI-Initiative "Vorzeigeregion Energie" des Klima- und Energiefonds, dotiert aus Mitteln des österreichischen Klimaschutzministeriums (BMK).