Neue metallische Bipolarplatte senkt Kosten für grünen Wasserstoff

Die Bipolarplatte ermöglicht komplexe Strömungsfeldgeometrien und eine konstant hohe Qualität (Bildquelle: Dana Incorporated)

Die am Standort Neu-Ulm entwickelte Komponente kombiniert präzise Umformtechnik, eine leistungsfähige Beschichtung und eine integrierte Dichtung. "Unsere Bipolarplatte verbindet Werkstoffkompetenz mit Großserienfertigung. Damit machen wir grünen Wasserstoff wettbewerbsfähiger", sagt Philipp Konrad, Leiter e-Mobility Products bei Dana Neu-Ulm. Das innovative Design beschleunige die Industrialisierung – ohne Abstriche bei Haltbarkeit oder Effizienz, so Konrad.

Höhere Leistung bei kompakter Bauweise

Die Platte besteht aus Titan oder Stahl und entsteht im Hochgeschwindigkeits-Umformverfahren. Dadurch sind laut dem Hersteller komplexe Strömungsfeldgeometrien und eine konstant hohe Qualität in der Serie möglich. Eine leitfähige Beschichtung sichert die elektrische Leistungsfähigkeit. Die umspritzt ausgeführte Elastomerdichtung gewährleiste so Dichtheit über einen breiten Temperaturbereich. Mit einer Materialstärke von rund 0,1 mm und Formaten bis zu 800 x 800 mm passen mehr Platten in das gleiche Stack-Volumen. Das erhöhe die Leistungsdichte und senke die Kosten pro Kilowatt, betont Dana.

Bipolarplatten steuern die Ströme von Wasser, Wasserstoff und Sauerstoff. Gleichzeitig bilden sie eine zuverlässige Barriere im Elektrolyseur. Dana nutzt nach eigenen Angaben seine Erfahrung im Stanzen, Prägen, Beschichten und in der Elastomerverarbeitung, um eine robuste Lösung für anspruchsvolle Betriebsbedingungen zu liefern.

SW&W-Redaktion

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