Spatenstich für die Pipeline: Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 vorgesehen (Bildquelle: EWE)
An die Leitung sollen weitere Leitungen des Wasserstoff-Kernnetzes angeschlossen werden. Die Inbetriebnahme ist für Herbst 2027 vorgesehen. Mit H₂Coastlink 1 nimmt der Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur im Nordwesten weiter Gestalt an. Sie verbindet den 320-MW-Elektrolyseur in Emden mit dem Wasserstoff-Kernnetz und weiteren Bausteinen der Wasserstoffinfrastruktur, darunter das Projekt HyperLink von Gasunie Deutschland und der von OGE geplante Nordsee-Ruhr-Link IV.
Über die neue Leitung sollen künftig rund 26000 t Wasserstoff pro Jahr aus dem Elektrolyseur in Emden transportiert werden. Darüber hinaus verfügt die Leitung über weitere Kapazitäten zum Transport von Wasserstoff. Damit leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zur Dekarbonisierung energieintensiver Industrieprozesse.
Wie wichtig diese Infrastruktur ist, zeigt ein erst kürzlich geschlossener Liefervertrag zwischen EWE und der Salzgitter AG. Ab 2030 soll grüner Wasserstoff aus Emden für die klimafreundlichere Stahlproduktion in Salzgitter bereitgestellt werden.
Zügiges Genehmigungsverfahren
H₂Coastlink 1 ist Teil mehrerer Projekte, mit denen EWE den Wasserstoffhochlauf im Nordwesten vorantreibt. Gemeinsam schaffen sie die Grundlage für Erzeugung, Transport, Speicherung und Nutzung von grünem Wasserstoff. Dem Baustart ging laut EWE ein außergewöhnlich zügiges Genehmigungsverfahren voraus. Zwischen Einreichung der Planfeststellungsunterlagen und dem Planfeststellungsbeschluss lagen lediglich fünf Monate. Möglich wurde dies laut EWE durch gute Vorbereitung und die enge Zusammenarbeit von Behörden, Kommunen, Grundstückseigentümern sowie den Projektteams und Planungspartnern.