Die beiden großen Bauteile der Obertageanlage begannen in Rotterdam ihre Reise über Wasser und Straße, mit Wilhelmshaven als Zwischenstopp und Etzel als Endpunkt (Bildquelle: Storag Etzel)
Das H2Cast-Verbundprojekt spielt eine Schlüsselrolle bei der Entwicklung der zukünftigen Wasserstoffinfrastruktur in Nordwesteuropa. In Etzel in Ostfriesland errichten Storag Etzel und Gasunie einen innovativen Teststandort, um die sichere und energetisch optimierte Speicherung sowie Reinigung von Wasserstoff in zwei Salzkavernen im Realbetrieb zu untersuchen. Dafür sollen bald modulare Anlagen bereitstehen, die den Wasserstoff unter Einsatz von verschiedenen Verfahren trocknen, reinigen und verdichten. Fortschrittliche Mess- und Regeltechnik sorgt dabei für eine kontinuierliche Qualitätsüberwachung und Ausbalancierung.
Wertvolle Erkenntnisse für großskalige H2-Speicherung erwartet
Bisher wurden alle Arbeiten planmäßig durchgeführt. Nach der Inbetriebnahme folgt eine intensive Testphase, deren Ergebnisse gegen Ende des Jahres 2026 erwartet werden. Das Pilotprojekt liefert laut der Projektpartner wertvolle Erkenntnisse für die großskalige Wasserstoffspeicherung und eine energieoptimierte Anlagenauslegung. Es trage zur Energiewende bei, indem es Flexibilität und Versorgungssicherheit erhöhe.
Am Standort Etzel baut, unterhält und vermietet Storag Etzel seit 1971 untertägige Speicherkapazität für Gas und Öl. Aktuell werden in 51 Kavernen etwa 3,9 Mrd. m3 Gas gespeichert. In weiteren 24 Kavernen können rund 12 Mio. m3 Rohöl gelagert werden. Über die zurzeit bestehenden 75 Kavernen hinaus besteht das Ausbaupotenzial auf 24 weitere Speicherhohlräume im Salzstock.