Wasserstoff: Rheinmetall entwickelt edelmetallfreie Elektrodentechnologie

Die Produktionskosten von grünem Wasserstoff sollen mit der neuen Technologie um über 10 % sinken Bildquelle: AdobeStock_625220128

Die KS Gleitlager GmbH, ein Tochterunternehmen von Rheinmetall, hat als Konsortialführer in den vergangenen drei Jahren im Rahmen des von der Bundesregierung geförderten Konsortialprojekts „Edelmetallfreie Elektroden für die nächste Generation der Alkalischen Elektrolyse“ (E2ngel) geforscht. Die Leistungsdichte und die Effizienz der Wasserelektrolyse zur Erzeugung von grünem Wasserstoff sollten auf Basis edelmetallfreier Katalysatoren im Vergleich zu heutigen Systemen deutlich gesteigert werden.
"Durch den Einsatz unserer neuartigen Elektrodentechnologie werden Elektrolyseursysteme in Zukunft leistungsfähiger und zugleich effizienter als heute", erläutert Dr. Karsten Lange, Leiter des Konsortialprojektes E2ngel. Damit sinken die Produktionskosten von grünem Wasserstoff durch reduzierte Investitionen in das Gesamtsystem einhergehend mit der Verdoppelung der Leistungsdichte bzw. mit einer Verbesserung des Wirkungsgrades um über 10%.

Projektziele übertroffen

Eine zeitnahe Qualifizierung und Validierung übernahmen die Konsortialpartner, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und McPhy Energy Deutschland. Dabei konnten die ohnehin schon ambitionierten Projektziele laut der Projektpartner hinsichtlich Zellspannung und Stromdichte sogar übertroffen werden. Damit zeige sich die edelmetallfreie und damit hochskalierbare Elektrodentechnologie sogar performanter als die deutlich aufwändigeren Lösungen auf Basis teurer und kritischer Edelmetalle.

Nun wird der Weg in die Serie beschritten: Für das kommende Jahr ist der Start der Pilotfertigung am Standort in St. Leon-Rot geplant. Die Fertigungslinie ist für Elektrodendimensionen von bis zu 2 m ausgelegt und damit für Elektrolyseursysteme im Multi-MW-Design. Zudem wurde bereits bei der Auswahl der Prozess- und Fertigungstechnik die für eine erfolgreiche Energiewende notwendige Volumenskalierung berücksichtigt.

SW&W-Redaktion

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