Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder übergab die Förderurkunde an die Ruhrbahn (Bildquelle: Ruhrbahn)
Wasserstoffbusse bieten hohe Reichweiten, kurze Betankungszeiten und eine größere betriebliche Flexibilität. Damit eignen sie sich laut der Ruhrbahn besonders für ein dichtes und vielfältiges Linienangebot wie im Ruhrgebiet. Zugleich überzeugen die Fahrzeuge durch ein ruhiges Fahrverhalten, eine hohe Fahrgastkapazität und eine moderne Ausstattung. So verbindet die neue Flottengeneration innovative Technologie mit konkretem Mehrwert im täglichen Betrieb, betont man beim Verkehrsunternehmen.
Klare Entscheidung für Wasserstoff
Grundlage der Investition ist eine umfassende aktualisierte Analyse zur langfristigen Ausrichtung der Busflotte. Im Rahmen des Projektes "H2 Zero Emission" wurden Batterie- und Wasserstoffantriebe systematisch miteinander verglichen. Das Ergebnis: Unter den gegebenen Rahmenbedingungen der Ruhrbahn erweist sich der Brennstoffzellenantrieb auf einem Großteil der Linien als wirtschaftlich und organisatorisch besonders geeignet. Neben Kostengesichtspunkten waren Reichweite, Einsatzflexibilität und Kapazität entscheidende Faktoren für die strategische Entscheidung.
Bereits seit 2025 sind 19 wasserstoffbetriebene Linienbusse im Bedienungsgebiet der Ruhrbahn im Einsatz. Weitere sieben Wasserstoffbusse werden voraussichtlich noch bis Ende 2026 ausgeliefert und in Betrieb genommen. Mit den nun geförderten 52 zusätzlichen Fahrzeugen wächst die Wasserstoffflotte bis 2027/ 2028 auf insgesamt 78 Busse. Die Busflotte der Ruhrbahn umfasst derzeit insgesamt 315 Solo- und Gelenkbusse. Die Investition ist Teil einer langfristigen Modernisierungsstrategie. Ziel ist es, den Nahverkehr in Essen und Mülheim an der Ruhr technologisch weiterzuentwickeln und dauerhaft leistungsfähig aufzustellen.