Fokus auf die Wartbarkeit des Schaltschranks

Abb. 4 Niederspannungsnische mit Schutzgerät und Prüfstecksystem im All Electric Society Park

Abb. 4 Niederspannungsnische mit Schutzgerät und Prüfstecksystem im All Electric Society Park (Quelle: Phoenix Contact)

Die Expertinnen und Experten von Phoenix Contact haben das dargestellte Vorgehen im Musterschaltschrank auf Basis der Functional Areas angewendet und die folgenden vier Module festgelegt:

  • Hilfsspannungsversorgung (Spannungs-versorgung, Absicherung und Potentialverteilung);
  • Kommunikation (Switches und Lichtwellenleiteranschlüsse);
  • Konnektivität (Signal- und Steuerverbindungen innerhalb der Schaltanlage);
  • Schutz- und Steuertechnik (Schutzgeräte, zugehörige Messwandlertrennklemmen und Prüfstecksystem).

Bereits während der Planung des Schaltschranks wurde großes Augenmerk auf die Wartbarkeit der Schaltanlage gelegt. Beim Anschluss von Kundenanlagen an das Mittelspannungsnetz fordern viele Technische Richtlinien in Anlehnung an die VDE-AR-N 4110 Wiederholungsprüfungen des Schutzgeräts in einem mindestens vierjährigen Intervall (Abb. 4). Diesen normativ notwendigen wiederkehrenden Kontrollen trägt das Modul „Schutz- und Steuertechnik“ Rechnung. Bei seiner Auslegung wurden die folgenden Aspekte berücksichtigt:

  • Anbindung von beliebigen Wandlerausführungen, an standardisierte Mess-wandlertrennklemmen mit optionaler Prüfung an der Klemmleiste;
  • sichere Schutzprüfung mittels des standardisierten Fame-Prüfstecksystems auch bei geschlossener Schaltschranktür;
  • einfache Anpassung des Moduls bei Nutzung eines anderen Schutzgerätetyps durch den funktionalen Aufbau der Anschlüsse/Zeichnungen.

In gleicher Weise sind sämtliche Module im Schaltschrank projektiert worden.

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