Im Grundlastkraftwerk in Bergheim-Niederaußem (Rhein-Erft-Kreis) hat RWE Power drei der neun zwischen 1963 und 2003 gebauten Kraftwerksblöcke im Regelbetrieb. (Bild: Adobe Stock)
Durch den laut Amprion-Pressemitteilung vom 02.09.2026 mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Fremdeinwirkung zurückzuführenden, nicht näher bezeichneten Vorfall im Umfeld eines Umspannwerks von Amprion in Rommerskirchen musste RWE im Rheinischen Revier Kraftwerkskapazitäten von insgesamt rund 4.200 MW vom Netz nehmen.
Wiederinbetriebnahme aller Blöcke bis zum Wochenende
Insgesamt waren laut RWE-Mitteilung fünf Braunkohle-Kraftwerksblöcke betroffen: Neurath G und F sowie Niederaußem H, G und K. Zum Zeitpunkt des Vorfalls speisten die Blöcke rund 3.000 MW Leistung ins Netz ein.
Neurath G und Niederaußem H sollen im Laufe des Vormittags des 02.09. wieder ans Netz gehen. Sie haben zusammen eine Kapazität von rund 1.600 MW. Neurath F soll im Laufe des Tages folgen; der Block hat eine Kapazität von 1.000 MW. Die Wiederinbetriebnahme von Niederaußem G und K mit einer gemeinsamen Kapazität von 1.600 MW soll Ende KW 36 möglich sein.
Zweiter Vorfall innerhalb weniger Tage
Laut Amprion liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Hintergründe des Vorfalls vor. Der Übertragungsnetzbetreiber teilte mit, dass die allgemeine Stromversorgung zu keinem Zeitpunkt betroffen war und die Systemstabilität jederzeit gewährleistet war.
Die Meldung erfolgt wenige Tage, nachdem an einem Umspannwerk in Turnow-Preilack in Brandenburg unweit des Kraftwerks Jänschwalde Sprengvorrichtungen gefunden worden waren. Der Vorfall wurde vom Netzbetreiber 50Hertz bestätigt.