Eine Drohne schwebt über einem Umspannwerk

Mit der veränderten geopolitischen Sicherheitslage nehmen Drohnensichtungen an KRITIS-Objekten zu. (Quelle: Adobe Stock)

Das Drohnenlagezentrum des bundesweit tätigen Sicherheitsunternehmens Hensec stellt die permanente überregionale Luftraumüberwachung aller Einrichtungen sicher, für die die Dienstleistung beauftragt wird. Werden Drohnen gesichtet, die Anlass zur Sorge geben, informiert Hensec frühzeitig zuständige Behörden sowie die integrierten Leitstellen bzw. den Werkschutz des betroffenen Unternehmens und löst entsprechend die im Vorfeld festgelegten Alarmketten aus. Der Service, der in erster Linie auf Betreiber kritischer Infrastrukturen (KRITIS) ausgerichtet ist, verfügt über eine offene Datenstruktur, in die sich in den Unternehmen vorhandene Systeme leicht integrieren lassen. Möglich ist es auch, erfasste Daten standortunabhängig mit anderen Lagezentren auszutauschen.

Hensec betreibt insgesamt drei ähnlich aufgebaute Drohnenstationen in unterschiedlichen Bundesländern. Im Verbund lassen sich damit Drohnen an den häufigsten KRITIS-Standorten und Flughäfen bundesweit detektieren, überwachen, identifizieren und entsprechend eine Gefahreneinschätzung vornehmen. Zudem sind die Stationen auch auf die aktive Steuerung eigener Drohnen ausgelegt. Mit der Genehmigung von Flügen außerhalb der direkten Sichtweite („Beyond Visual Line of Sight“, BVLOS) können die Zentren dadurch im Krisenfall im Schichtbetrieb eigene Drohnen über zehn Stunden lang ununterbrochen in der Luft halten – z. B. zur Erstellung von Live-Lagebildern.

Technologische Souveränität

Bei der Einrichtung des neuen Drohnenlagezentrums setzte Hensec auf Technologie „made in Germany“. Das Unternehmen betreibt eines der wenigen Verbundsysteme, die ohne ausländische Komponenten oder Abhängigkeiten funktionieren Es bestünden weder bei den verwendeten Betriebssystemen noch bei der Anwendungssoftware oder der Cloud-Infrastruktur Abhängigkeiten zu Konzernen aus Übersee oder dem nicht-europäischen Ausland, so das Unternehmen.

Auch die technologische Resilienz des neuen Drohnenzentrums sei sichergestellt, so Hensec Sowohl die Hardwarekomponenten als auch die Arbeitsplätze sind redundant ausgelegt, damit bei einem eventuellen Komponentenausfall unmittelbar umgeschaltet werden kann. Bei den Arbeitsplätzen verzichtet Hensec durchgängig auf Wlan, Bluetooth oder andere Funktechnologien, die potenziell von außen gestört oder manipuliert werden können.

Kreis der KRITIS -Unternehmen wächst

Unter KRITIS fallen Einrichtungen, deren Funktionsfähigkeit essenziell für die Aufrechterhaltung des täglichen Lebens, der Sicherheit und der Stabilität unserer Gesellschaft ist. Das Hensec-Angebot richtet sich entsprechend an die Energie- und Wasserversorgung, das Transport- und Verkehrswesen, den Sektor Gesundheit, die Informations- und Telekommunikationstechnik, das Finanz- und Versicherungswesen, die Lebensmittelversorgung sowie Notfall- und Verwaltungsdienste.

Je nach Zählweise fallen heute etwa 2.000 Firmen in die KRITIS-Kategorie Durch das neue NIS2/KRITIS-Dachgesetz erweitert sich dieser Kreis auf mehr als 30.000 Unternehmen.

Weitere Informationen: hensec.com

„et“-Redaktion

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