Vier Presonen stehen vor einem rechteckigen Gebäude mit zwei rechteckigen hohen Blöcken, von denen der linke grün illuminiert ist.

Freuen sich über die Abschaltung des grün illuminierten Blocks I des Kohlekraftwerks Stöcken (v.l.): Niedersachsens Energie- und Umweltminister Christian Meyer, Enercity-CEO Aurélie Alemany, Enercity-Aufsichtsratsvorsitzende und Hannovers Dezernentin für Wirtschaft und Umwelt Anja Ritschel sowie Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay (Quelle: Philipp Sonnack/Enercity)

Zukünftig stammt jede zweite Kilowattstunde Fernwärme aus klimaneutralen Quellen. Weiterhin verfolgt das Energieunternehmen einen ambitionierten Zeitplan. In gut zwei Jahren soll der Anteil grüner Energie an der Fernwärme bis zu 75 % betragen. Ab Mitte der 2030er-Jahre wird das verbliebene Gaskraftwerk Wasserstoff-ready sein und damit der finale Schritt zur vollständigen Klimaneutralität der Erzeugung ermöglicht.

Die bisher von Block I des Kohlekraftwerks erzeugte Wärme wird durch fünf dezentrale Anlagen ersetzt, die vor allem nicht mehr recyclefähiges Altholz, Klärschlamm, Abwärme und Biomethan verwenden. Insgesamt hat das Energieunternehmen seit 2020 so rund 246 MW thermische Leistung aus erneuerbaren Energien neu realisiert. Weitere Projekte mit mehr als 300 MW sind bereits im Bau oder in Planung.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay betont: „Wir schaffen den Kohleausstieg ohne den Umweg über neue fossile Großkraftwerke. Das stärkt die Region, erhöht unsere Unabhängigkeit und macht Hannover zu einem Vorbild für andere Großstädte. Der Wärmesektor ist einer der größten Hebel für wirksamen Klimaschutz – und wir nutzen ihn konsequent.“

Investitionen in die Wärmewende

„Mit der Stilllegung von Block I wird aus Planung Realität“, sagt Enercity-CEO Aurélie Alemany. „Enercity zeigt, dass ein vorzeitiger Kohleausstieg und die Wärmewende keine Vision sind. Genau deshalb sind klare politische Leitlinien notwendig – wie ein ETS2, der transparent macht, was CO2 wirklich kostet und die Investitionen honoriert, die wir heute für die klimaneutrale Wärme von morgen tätigen. Nur mit dieser Klarheit können Unternehmen wie Enercity das Tempo halten, das Deutschland für seine Klimaziele braucht.“

Für den Ersatz von Block I wurden bislang knapp 400 Mio. € investiert. Insgesamt plant Enercity bis 2040 mit Investitionen in Höhe von rund 1,5 Mrd. € in das Gesamtportfolio hochmoderner Wärmeerzeugungsanlagen und den Fernwärmenetzausbau. Nach der Heizperiode 2027/28 soll auch Block II des Kohlekraftwerks durch klimaschonende Energieträger ersetzt werden. Im Zielszenario der kommunalen Wärmeplanung Hannovers werden zwei Drittel aller Gebäude aus Wärmenetzen beheizt. 

EHP-Redaktion

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