Freuen sich über den Start der Abwärmenutzung für das Pallasseum (v.l.): Gasag-Vorstand Matthias Trunk, Gewobag-Vorstand Markus Terboven und Dr. Jochen Lang von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung (Quelle: Gasag)
Das von Gasag Solution Plus entwickelte Konzept wurde in Zusammenarbeit mit der PASM, einem Tochterunternehmen der Deutschen Telekom, erarbeitet und gilt als Paradebeispiel für urbane Synergien sowie die Umsetzung des Energieeffizienzgesetzes. Das Konzept wurde bereits 2024 mit dem RealGreen Award in der Kategorie „Sozialverträgliche Dekarbonisierung" ausgezeichnet.
Dabei wird die Niedertemperaturabwärme (unter 30°C) im Rechenzentrum mit einer leistungsstarken Wasser-Wasser-Wärmepumpe auf eine Temperatur von 70 bis 75°C angehoben und über eine 140 m lange Nahwärmetrasse in die Heizzentrale des Pallasseums geleitet. Dort werden rund 500 Wohnungen mit der Wärme versorgt. Ein moderner Gaskessel sichert lediglich die Spitzenlasten ab. Auf diese Weise sollen künftig rund 65 % des jährlichen Wärmebedarfs gedeckt werden.
„Berlin hat sich ambitionierte Klimaziele gesetzt, und die Wärmewende im Bestand ist dabei die größte Herausforderung. Das Projekt Pallasseum ist ein herausragendes Beispiel dafür, wie dieser Wandel gelingen kann“, erklärt Dr. Jochen Lang, Leiter der Abteilung Wohnen und Stadterneuerung der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen. „Es zeigt, dass Klimaschutz, Denkmalschutz und sozialverträgliches Wohnen vereinbar sind. Die Partnerschaft von Gewobag, Gasag und Telekom ist ein starkes Signal für die ganze Stadt.“