Die Abwärme einer Müllverbrennungsanlage will ERZ mit Ammoniak-Großwärmepumpen für die Fernwärmeversorgung Zürichs nutzen (Quelle: Johnson Controls)
Rund 15.000 Haushalte lassen sich so mit klimaneutraler Wärme versorgen. Johnson Controls liefert eine maßgeschneiderte Wärmepumpenlösung mit sechs Hochleistungs-Schraubenkompressoren, die eine Gesamtleistung von 42 MW erzielen. Die Wärmepumpen gewinnen Niedertemperaturwärme aus den Verbrennungsgasen einer bestehenden Müllverbrennungsanlage der ERZ. Sie alle arbeiten mit Ammoniak, einem natürlichen Kältemittel ohne Treibhauspotenzial.
Um die Gewinnung der Abwärme maximal effizient zu gestalten, werden die Wärmepumpen in Zürich in drei Paaren in Reihe geschaltet. Das reduziert den erforderlichen Druckabfall – und steigert die Effizienz nochmal um bis zu 30 %, weil im derartigen Verbund mehreren Wärmequellen wirken, die die Temperatur einmal mehr steigern, bevor die Energie ins Netz eingespeist wird. Damit erhalten die Wärmepumpen ideale Betriebsbedingungen, was die maximale Effizienz der gesamten Anlage gewährleistet.
Abwärmenutzung
„Überschüssige Wärme ist eine der größten ungenutzten Energiequellen und bietet Unternehmen enormes Potenzial, ihre Betriebskosten zu senken, ihre Resilienz zu steigern und gleichzeitig ihre Klimaziele zu erreichen“, erklärt Richard Lek, Präsident von Johnson Controls EMEA. „Wir sind sehr stolz darauf, gemeinsam mit ERZ nun an diesem innovativen Projekt zu arbeiten und das großartige Potenzial von Abwärme aufzeigen zu können – um den Weg für weitere energieeffizientere und nachhaltigere urbane Umgebungen zu ebnen.“
„Die Stadt Zürich will bis 2040 klimaneutral werden. Ein wesentlicher Grundpfeiler für das Erreichen dieser Zielsetzung ist die Ausweitung der CO2-freien Wärmeversorgung. Durch die Zusammenarbeit mit Johnson Controls treiben wir die Wärmewende weiter voran und beschreiten den Weg in eine nachhaltigere Zukunft“, so Jürg Bruder, Leiter Großprojekte bei ERZ.