Luftaufnahme von einem Hafenterminal, die Blockheizkraftwerke, eine Photovoltaikanlage und viele Container zeigt.

Das neue Duisburg Gateway Terminal hat ein autarkes und CO2-neutrales Energiesystem erhalten, das als wesentliche Komponenten Wasserstoff-BHKW hat (Quelle: Rolls Royce)

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Leuchtturmprojekt Enerport II gilt als Modell für andere Häfen, Infrastrukturprojekte und Industrieanlagen. Projektpartner sind u.a. das Fraunhofer Institut Umsicht, Westenergie Netzservice GmbH, Netze Duisburg GmbH, Stadtwerke Duisburg AG und Stadtwerke Duisburg Energiehandel GmbH. 

Einen Teil der Energie für das neue 33 Fußballfelder große Duisburg Gateway Terminal im Duisburger Hafen liefert eine 1,3 MWp Photovoltaikanlage. Überschüssiger Strom wird im mtu-Energy-Pack gespeichert und dann zur Verfügung gestellt, wenn die Sonne nicht scheint. 

Bei geringer oder keiner Stromproduktion durch Photovoltaik liefern die wasserstoffbetriebenen mtu-Brennstoffzellensysteme und die mtu-Wasserstoff-Blockheizkraftwerke CO2-frei Strom und Wärme. Ein intelligentes Energiemanagementsystem koppelt dabei die verschiedenen Energieanlagen und -speicher zur Versorgung der Verbraucher auf dem Terminal – dazu gehören Krananlagen, Ladesäulen und Landstrom. Darüber hinaus wird auch eine zukünftige Versorgung angrenzender Quartiere theoretisch betrachtet. „Unser Microgrid läuft zuverlässig und zeigt, dass es möglich ist, so ein großes Hafenterminal völlig autark mit grüner Energie zu versorgen“, erklärt Alexander Garbar, Head of Corporate Development Duisport. 

Meilenstein für Rolls-Royce

„Die Eröffnung dieses CO2-neutralen Energiesystems im Duisburg Gateway Terminal ist ein Meilenstein auf dem Weg zu einer klimafreundlicheren, resilienten Energieversorgung. Gemeinsam mit unserem Partner Duisport zeigen wir, wie skalierbare Technologien von Rolls-Royce konkret zur Transformation kritischer Infrastrukturen beitragen können – und damit auch zur Umsetzung der Energiewende“, erklärt Dr. Jörg Stratmann, CEO von Rolls-Royce Power Systems. 

Mit dem Projekt Enerport setzt Rolls-Royce seine ersten beiden weiterentwickelten 12-Zylinder-Gasmotoren der mtu-Baureihe 4000 für eine CO2-neutrale Energieversorgung mit 100 % Wasserstoff als Kraftstoff ein. In Duisburg zeigen sie, wie auch schon bei den Tests zuvor, sehr gute Eigenschaften in Bezug auf Leistung, Effizienz und Emissionen. Die Motoren stellen jeweils die gewünschte Leistung von 1 MW bereit. Doch dabei wird es nicht bleiben: In einem Konsortium mit fünf Unternehmen und Forschungsstellen hat Rolls-Royce begonnen, die notwendigen Technologien für noch effizientere Wasserstoffverbrennungsmotoren zu entwickeln, die zukünftig die gleiche elektrische Energie erzeugen sollen, wie bei aktuell verfügbaren Erdgas-BHKW im größeren Leistungsbereich (bis 2,5 MW).

EHP-Redaktion

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