Nahwärme aus regionaler Biomasse bezieht das Werk Dingolfing der BMW Group ab 2025 aus einem neu entstehenden Biomasseheizwerk (Quelle: BMW Group)
Dadurch sollen am größten europäischen Produktionsstandort der BMW Group jährlich rd. 20.000 t CO2-Emissionen gegenüber der Nutzung fossiler Energien eingespart werden. Starten sollen die Energielieferungen spätestens im zweiten Quartal 2025. Die Laufzeit des Versorgungsvertrags beträgt 20 Jahre.
Erzeugt wird die Wärme in einem neu entstehenden Biomasseheizwerk an der Industriestraße in Dingolfing – auf einem Areal in unmittelbarer Nähe des BMW-Group-Werks. Das neue Heizwerk realisieren die Stadtwerke Dingolfing, die bereits seit 2010 im Südosten der Stadt ein Biomasseheizwerk betreiben, gemeinsam mit Bayernwerk Natur über das Tochterunternehmen UP Energiewerke, an dem beide Partner zu jeweils 50 % beteiligt sind.
Restholzbestände und regionale Biomasse
Der Baubeginn für das Heizwerk, für das UP Energiewerke in den nächsten Jahren rd. 35 Mio. € aufwenden wird, ist für Ende 2023 geplant. Das neue Biomasseheizwerk wird drei ganzjährig laufende Heizkessel sowie einen eigenen Paletten- und Restholzschredder haben. Bei dem verfeuerten Holz wird es sich zu etwa einem Viertel um unbehandeltes Restholz der BMW Group handeln, etwa aus Einwegpaletten und Transportkisten. Der Hauptanteil des Holzes stammt jedoch aus regionaler Forstwirtschaft, d.h. aus einem durchschnittlichen Radius von 60 km um Dingolfing, und aus nachhaltig bewirtschafteten PEFC-zertifizierten Wäldern.
Partner für den Holzbezug ist wie schon beim bestehenden Heizwerk in Dingolfing die Biomasse Vertrieb Ostbayern (BVO) GmbH, hinter der lokale Waldbesitzer und die Stadtwerke Dingolfing stehen. Verfeuert wird Waldrest- und Gipfelholz, das anderweitig nicht genutzt werden kann, in großen Mengen vorliegt und in Form von Hackschnitzeln bis dato oftmals ins Ausland exportiert wird.