Auszeichnung für Pilot­projekt

Bild 3. Projektbeteiligte auf dem fast 5 000 m2 großen Deckel des Saisonalspeichers

Bild 3. Projektbeteiligte auf dem fast 5 000 m2 großen Deckel des Saisonalspeichers (Quelle: Dr. Martin Frey)

Der Erfolg von Bracht spricht sich herum: Anfang November zeichnete die Dena das Projekt mit dem Energy Efficiency Award 2025 aus und würdigte damit die „herausragenden unternehmerischen Leistungen im Bereich Energieeffizienz und Klimaschutz“. Schütze freut dies ganz besonders: „Diese Auszeichnung ist eine unglaubliche Ehre und eine Bestätigung für Tausende von Stunden ehrenamtlicher Arbeit.“

Man sei stolz darauf, „als kleine Gemeinde einen realen Beitrag zur Wärmewende zu leisten“. Der Erfolg sei aber nur durch zuverlässige Partner möglich geworden. Dazu zählten das Planungsbüro Ramboll, die Universität Kassel, die Energie Agentur Hessen und der Technologieanbieter Viessmann Climate Solutions. „Letzterer hat uns nicht nur die Technologie geliefert, sondern uns mit seiner Systemkompetenz bei der Installation und Integration von Anfang bis Ende begleitet“, so Schütze.

Auch Christian Stadler, Head of Solution Line District Heating and Solar bei Viessmann Climate Solutions, sieht sein Unternehmen geehrt: „Wir gratulieren der Solarwärme Bracht e. G. von ganzem Herzen zu diesem verdienten Preis.“ Das Projekt in Bracht sei ein Leuchtturmprojekt, das zeige, was technisch und gesellschaftlich möglich ist. „Es beweist, dass die Wärmewende im Bestand funktioniert, wenn alle Komponenten perfekt aufeinander abgestimmt sind.“

Inbetriebnahme und wissenschaftliche Begleitung

Für die angeschlossenen Verbraucher soll sich die Wärmeversorgung nun auch finanziell rechnen: Der Wärmepreis liege bei 16,5 Ct/kWh bei einem Grundpreis von 59,50 €. Am 27. Oktober 2025 war es dann so weit und die ersten Häuser in Bracht-Süd konnten an den Wärmekreislauf angeschlossen werden. In den kommenden Monaten soll das Verteilnetz weiter ausgebaut und weitere Ortsteile von Bracht angeschlossen werden. Zur Projekt­begleitung wurde zudem an der Universität Kassel eine Disserta­tionsarbeit begonnen, in deren Rahmen das Verhalten der Anlage im Realbetrieb vermessen und wissenschaftlich ausgewertet werden soll.

Literatur

[1]    Frey, M.: Wärme speichern im XXL-Format. In EUROHEAT&­POWER H. 11-12, 2024, S. 49 – 53.

Dr. Martin Frey, Fachjournalist, Fachagentur Frey – Kommunikation für Erneuer­bare Energien, Mainz, mf@agenturfrey.de, agenturfrey.de

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