Im Vordergrund Blick auf Dächer, dahinter Kraftwerksgelände mit hohen Schornsteinen und zylinderförmigen Speicher.

Am Standort Nürnberg-Sandreuth wird die N-Ergie ein Altholz-Heizkraftwerk errichten, für das nun die Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz vorliegt (Quelle: N-Ergie, Bernhard Bergauer)

„Das Altholz-Heizkraftwerk ist ein weiterer zentraler Baustein für die Dekarbonisierung unserer Fernwärmeerzeugung. Wir nutzen dabei einen bereits vorhandenen Rohstoff sinnvoll weiter, reduzieren gleichzeitig den Einsatz fossiler Brennstoffe und verbessern die Gesamteffizienz unseres Kraftwerkparks“, sagt Maik Render, Vorstandssprecher der N-Ergie. „Die Genehmigung ist der erfolgreiche Abschluss eines intensiven Planungs- und Genehmigungsprozesses, an dem wir seit 2018 gearbeitet haben.“

Aktuell laufen bereits vorbereitende Baumaßnahmen. Dazu gehört u.a. der Rückbau bestehender Fundamente, die Errichtung einer Bohrpfahlwand sowie umfangreiche Erdarbeiten für die späteren Bauwerke. Der Rohbau der neuen Anlage beginnt anschließend. Die Inbetriebnahme ist für Ende 2029 geplant. 

Altholzkessel mit effizienter Rauchgasreinigung

Errichtet werden eine Halle für die Anlieferung des Altholzes per Bahn und Lkw, Silos zur Lagerung sowie die Anlagen zur Energieerzeugung und Rauchgasreinigung. Im Mittelpunkt der Anlage steht ein Altholzkessel mit effizienter Rauchgasreinigung. Letztgenannte sorgt dafür, dass die gesetzlichen Grenzwerte sicher unterschritten werden. 

Eingesetzt wird ausschließlich Altholz, das nicht mehr stofflich verwertet werden kann. Das Altholz stammt ausschließlich von zertifizierten Entsorgungsfachbetrieben und wird im Einklang mit den Vorgaben des Kreislaufwirtschaftsgesetzes erfasst, aufbereitet und bereitgestellt. 

Die Anlage nutzt mit einer Absorptionswärmepumpe zusätzlich die Wärme aus den Rauchgasen und gewinnt so besonders viel Energie aus dem eingesetzten Brennstoff. Dadurch steigt der Brennstoffausnutzungsgrad auf bis zu 98,4 %. Für die Fernwärmeversorgung stehen bis zu 40 MW thermische Leistung aus Kessel und Wärmepumpe zur Verfügung, die maximale elektrische Leistung liegt bei 10 MW.

EHP-Redaktion

Ähnliche Beiträge