Einen Meilenstein hat die Geothermienanlage in Geretsried erreicht: Sie speist nun Strom in das öffentliche Netz ein (Quelle: Luckypage, Matthias Boch für Eavor)
In Geretsried kommt Eavors Closed-Loop-Technologie zum Einsatz. Der Eavor-Loop umfasst in Geretsried zwei vertikale Bohrungen, von denen je sechs horizontale Bohrungen abzweigen (insgesamt 12 laterale Seitenbohrungen). Die Seitenbohrungen wurden mit Eavors Active Magnetic Ranging Tool (AMR) unterirdisch Spitze an Spitze verbunden und bilden sechs Paare, die zusammen einen riesigen unterirdischen Wärmeübertrager ergeben. Diese Bohrungen gehören mit einer Länge von 16 km durchgehender Bohrstrecke je Paar zu den längsten der Welt.
„Mit der Inbetriebnahme der Anlage in Geretsried sind wir zuversichtlicher denn je, dass sich unser geschlossenes System – entwickelt für hohe Anpassungsfähigkeit und geeignet für die vielfältigen Regionen der Welt – als führende Lösung für kommerzielle Geothermieanwendungen etablieren wird“, so Fitzgerald.
Mit diesem Meilenstein beweist das Unternehmen, dass rund um die Uhr verfügbare, saubere Wärme und Strom durch seine Technologie möglich sind. Eavors geschlossenes System ist für unterschiedlichste geologische Bedingungen geeignet und erfordert weder zukünftige Neubohrungen noch Maßnahmen zur Wasserbeschaffung oder -aufbereitung.
„Der technologische und kommerzielle Erfolg in Geretsried bestätigt das Projekt als Blaupause für eine breitere europäische und weltweite Umsetzung, da Regionen nach stabilen, lokal erzeugten, kohlenstofffreien Energiequellen mit minimalem Land- und Wasserbedarf suchen“ sagte Fabricio Cesário, Head of Project Delivery and Operations bei Eavor. „Wir sind unseren Projektpartnern besonders dankbar für ihr Vertrauen und ihre frühen Investitionen, die entscheidend dazu beigetragen haben, die Lernphase des ersten Projekts dieser Art voranzutreiben und die Projektentwicklung zu beschleunigen.“